Verkehr: Nadelöhr am Froschenteich

Verkehr: Nadelöhr am Froschenteich

Gefährlich wird es an der Baustelle der B8n im Düsseldorfer Norden. Radler und Fußgänger haben es besonders schwer.

Düsseldorf. Ende Mai soll die B8n bis zum Froschenteich endlich fertig sein. Peter Römer, Wirt des Landgasthofs Zum Froschenteich, mag es kaum glauben, wenn er sieht, dass an der Unterführung an der Stadtbahnhaltestelle noch eifrig gearbeitet wird:

"Aber es wird höchste Zeit. Viele Gäste haben Probleme, zu uns zu kommen. Ich schätze, dass wir in den vergangenen Monaten rund 30 Prozent weniger Umsatz gemacht haben."

Denn auf der Duisburger Landstraße fahren Autos zurzeit nur einspurig. Vor allem wenn der Berufsverkehr rollt, kommt es zu langen Staus.

"Manchmal stehen die Autos nachmittags bis zum Kreisverkehr in Wittlaer. Das ist schon eine Zumutung", weiß Theodor Balven, der auf dem Parkplatz am Froschenteich Kartoffeln, Obst und Gemüse verkauft: "Manche Kunden machen einen Riesenbogen über die B288, um uns überhaupt erreichen zu können." Das ginge immer noch schneller, als vor der Baustellenampel zu warten.

An den Wochenenden sind die langen Schlangen nicht das größte Problem. Da der Froschenteich ein beliebtes Ausflugsziel ist, sind dann viele Radfahrer und Spaziergänger unterwegs.

Vor allem aus Richtung Angermund ist der Weg gefährlich. Fußgänger und Radler müssen ein Stück über die vielbefahrene Duisburger Landstraße laufen.

Überhaupt sei die Baustelle dort sehr unübersichtlich, klagen viele Gäste von Peter Römer. "Fußgänger und Radfahrer haben einfach Angst, die Stelle zu passieren", weiß der Wirt.

Das gilt auch für die Fahrgäste der Rheinbahn, die am Froschenteich aussteigen. Inzwischen ist wenigstens eine Fußgängerampel eingerichtet worden, damit die Duisburger Landstraße überquert werden kann.

Klagen gibt es aber nicht nur vom Froschenteich. Auch die anderen Haltestellen der Stadtbahnlinie U79 sollen besser gesichert werden. Darum war Ratsfrau Ruth Decker jetzt gemeinsam mit Ordnungs- und Verkehrsdezernent Werner Leonhardt beim Ortstermin.

Mit den Haltestellen Am Kehrbesen, Kalkstraße und Am weißen Stein machten sie drei weitere Gefahrenpunkte in Wittlaer aus und entschieden gemeinsam, die Haltestellen durch herausnehmbare Umlaufschranken zu sichern.

"Die Verwaltung hat die Maßnahmen bereits eingeleitet," erklärte die CDU-Politikerin. Die Angelegenheit sei auch mit der Rheinbahn bereits abgestimmt.

Außerdem wurde der Bahnübergang "Zum dicken Busch" begutachtet. Hier soll in der Zukunft ein Tunnel dafür sorgen, dass Fußgänger sicher passieren können. Wann diese Maßnahme realisiert werden kann, steht allerdings noch nicht fest.

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