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Vandalismus in Düsseldorf-Niederkassel: Rutschenturm im Feldmühlepark wieder zerstört

Vandalismus in Düsseldorf : Erneut wurde der Spielplatz zerstört

Für mehr als 60.000 Euro hat die Bezirksvertretung 4 einen robusteren Spielturm im Feldmühlepark aufgestellt, nachdem der alte Seilzirkus mehrfach zerstört wurde. Doch auch dieses Mal schafften es Unbekannte, das Spielgerät zu beschädigen.

(woau) Traurige Kinder, fassungslose Eltern und eine ratlose Polizei: Zum vierten Mal in acht Jahren wurde der Spielplatz im Feldmühlepark an der San-Remo-Straße zerstört. Gerade mal gut zwei Wochen nach der Wiedereröffnung. Unbekannte haben die beiden neuen Rutschen mit Bauharz beschmiert und damit unbrauchbar gemacht.

Letzte Attacke liegt
grade mal ein Jahr zurück

Zuletzt war der Spielplatz vergangenen Sommer von Unbekannten attackiert worden. Unter anderem wurde dabei der Seilzirkus völlig zerstört, die Kordeln durchgeschnitten. Die Stadt entschied, das Spielgerät abzubauen. Die Bezirksvertretung 4 gab 61 000 Euro für die Neugestaltung frei und Ende Juli wurde der Kletterturm mit zwei Rutschen aufgestellt. Jetzt muss die Stadt schon wieder ran. „Mitarbeiter des Gartenamts haben bereits am Montag mit den Reinigungsarbeiten begonnen, die klebrige Masse aber nicht vollständig entfernen können“, sagt ein Sprecher. Die Rutsche werde nun abgeschliffen, sodass der Spielplatz auch ganz schnell wieder zum Spielen freigegeben werden kann.

Seltsam: Die zerstörten Rutschen wurden mit Polizei-Flatterband gesperrt – nur weiß man dort von nichts. Eine Anzeige zur aktuellen Zerstörung liege nicht vor, so ein Sprecher: „Uns ist nichts bekannt, Zeugen haben sich nicht gemeldet.“ Unklar bleibt, ob der oder die Täter sich das Flatterband im Internet bestellt und selbst gespannt haben.

Zerstörungen kosteten
bereits 60 000 Euro

Laut Stadt wurde der 2020 komplett zerstörte Seilzirkus bereits vor acht Jahren und ein weiteres Mal vor drei Jahren massiv beschädigt. Beim ersten Mal betrug der Sachschaden 25 000 Euro, das zweite Mal kostete die Reparatur 10 000 Euro. Beim letzten Angriff lag der Schaden wieder bei 25 000 Euro. Die Polizei ermittelte zwar – aber ohne Erfolg. 

„Das muss doch ein Anwohner sein, der Kinder hasst“, so eine Mutter im Feldmühlepark. Tatsache ist, dass der oder die Täter sich erneut erschreckend viel Mühe gegeben haben. Die Rutschen wurden von oben bis unten und mit einer großen Menge an Bauharz beschmiert.