Bürgerbeteiligung in Unterrath SPD spricht mit Bürgern über wichtige Projekte im Stadtteil

Unterrath · Seit fünf Jahren diskutieren die Politiker und Bürger im Stadtteil über den Bau eines neuen Schwimmbads. Nur: Wann geht es weiter mit dem Projekt?

 Blick in das Schwimmbad an der Mettlacher Straße (2019). In den kommenden Jahren soll ein neues Bad an der Ulmenstraße entstehen.

Blick in das Schwimmbad an der Mettlacher Straße (2019). In den kommenden Jahren soll ein neues Bad an der Ulmenstraße entstehen.

Foto: Endermann, Andreas (end)

Seit 2019 steht fest: An der Ulmenstraße in Unterrath soll ein neues Schwimmbad entstehen. Das alte Bad an der Mettlacher Straße soll dafür weichen. Doch seitdem ist nicht mehr viel mehr passiert. Und die Menschen vor Ort fragen sich nun, wann der Bau eigentlich beginnt und wie die weitere Planung für den Platz an der Mettlacher Straße aussehen wird. Denn die angekündigte Bürgerbeteiligung hat bislang nicht stattgefunden, unter anderem wegen der Corona-Pandemie. Deswegen hatte am Wochenende die SPD zu einer Diskussion mit Bürgern eingeladen. Im Saal der Petrusgemeinde waren neben dem stellvertretenden Bezirksbürgermeister Ralf Thomas auch SPD-Ratsherr Peter Rasp und Sabrina Proschmann, Fraktionsvorsitzende der SPD, anwesend.

Nach einer kurzen Fragerunde konnte Rasp interessante Nachrichten verkünden: Momentan steht auf dem Platz für das neue Schwimmbad noch ein Rewe-Supermarkt. Der Lebensmittelladen soll auf den Platz daneben umziehen und es soll ein Neubau entstehen. Bisher war die Verunsicherung bei vielen Bürgern groß, ob der Umzug die Bauarbeiten für das Schwimmbad noch weiter nach hinten verschieben könnte. Doch Rasp erläuterte, dass Rewe einen Antrag gestellt haben, um hinter dem jetzigen Laden eine Leichtbauhalle zu errichten und in diese vorübergehend einziehen will. Damit würde der Platz für das neue Schwimmbad frei und die Bauarbeiten könnten beginnen.

Die Versammlung diente auch der Beantwortung einer ganz anderen Frage: Was soll auf den Platz des alten Schwimmbads gebaut werden? Dazu verteilten die Veranstalter Papier und Stift. Alle Teilnehmer konnten ihre Ideen verschriftlichen, um sie anschließend gemeinsam betrachten zu können: Ein großes Anliegen der Anwohner war das Thema Wohnen. Auf den Zettelchen erkannte man Wörter wie „Mehrgenerationenwohnen“, „barrierefreies Wohnen“ oder „Seniorenheime“. Proschmann betonte, dass ihr dieses Thema ein großes Anliegen sei. Auf städtischem Grundstück sei es einfacher, bezahlbaren Wohnraum bereitzustellen.

Einige Bürger wünschten sich eine neue Bibliothek. Darauf konnte Rasp antworten, dass in Zukunft die Öffnungszeiten der jetzigen Bibliothek in Unterrath verlängert werden sollen. Ein weiteres wichtiges Anliegen ist die Anbindung des neuen Gebäudes, die Bürger sollten barrierefrei eintreten können, so die Forderung. Mehrere Teilnehmer sprachen sich für eine neue Grünfläche mit Cafés aus und auch das Wort „Bürgerhaus“ wurde mehrfach genannt.

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