Unterbilk: Parkplatz soll wieder Parkplatz werden

Das Grundstück an der Elisabethstraße/Ecke Bachstraße soll bewirtschaftet werden. Auf der Brache sollen einmal Wohnungen entstehen.

Unterbilk: Parkplatz soll wieder Parkplatz werden
Foto: Zanin

Düsseldorf. Einen Parkplatz in Unterbilk und rund um die Arcaden zu finden ist für Anwohner und Besucher Glückssache. Deshalb empfinden es viele Anlieger als Provokation, dass der große Platz an der Elisabethstraße/ Ecke Bachstraße nun seit Monaten einfach brach liegt. Lediglich Parkverbotsschilder stehen hier auf der immer leeren asphaltierten Fläche. Wer sich dennoch traut, seinen Wagen hier abzustellen, wird abgeschleppt. Doch eine Zwischenlösung für das Grundstück, auf dem unter anderem Wohnungen gebaut werden sollen, ist nun in Sicht.

Schließlich gibt es mit Veranstalter Titus Jacobs einen Pächter. Der hatte die Fläche kurzfristig im vergangenen Jahr als Veranstaltungsfläche von der Stadt gemietet. Bis zum Jahr 2020. Und er könnte nun diese Fläche, die ausgewiesener Parkplatz ist, auch wieder als solchen bewirtschaften.

„Wir sind aktiv und schon einen guten Schritt weiter“, sagt Jacobs auf WZ-Anfrage. Er möchte aber der Stadt, mit der er zurzeit entsprechende Gespräche führt, nicht vorgreifen.

Marko Siegesmund, Bezirksbürgermeister über eine Zwischenlösung für das Grundstück.

Jacobs hatte auf dem Platz, der lange als Baustelleneinrichtung für den Bau der Wehrhahnlinie diente, im Dezember seine Eisbahn aufgebaut. Gerne wäre Jacobs in der Innenstadt geblieben. Doch den Zuschlag für die DEG-Winterwelt auf dem Corneliusplatz hatte bekanntlich Oscar Bruch in Kooperation mit der DEG von der Stadt bekommen.

Jacobs’ Eisbahn und Winterhüttenzauber auf dem Platz nahe des Stadtteilzentrums Bilk wurden dagegen von den Besuchern kaum angenommen. Für den Veranstalter steht heute fest: „Hier ist es sehr schwierig, Veranstaltungen zu machen.“

Zudem hatte er Ärger mit den Anwohnern. Die hatten sich in der Bezirksvertretung 3 (u.a. Bilk, Unterbilk) über den Lärm der Winterwelt beschwert. Daraufhin bekam Jacobs von den Stadtteilpolitikern ganz konkrete Zeitvorgaben, als er die Hütte zu den Karnevalstagen noch einmal öffnete. Doch einem Anwohner reichte dies nicht. „Ich muss mich vor dem Amtsgericht wegen Lärmstörung verantworten“, sagt Jacobs.

Doch nun sieht er nach vorne, hat ein Konzept für den Parkplatz. Er will großzügige Plätze anbieten und auch für Anwohner soll es eine Regelung geben.

Bezirksbürgermeister Marko Siegesmund stimmt zu und sagt: „Die Fläche so lange leer zu lassen, macht auch keinen Sinn.“ Allerdings löse sie natürlich nicht das Parkproblem auf Dauer. In der Bezirksvertretung 3 und im Planungsausschuss ging es jetzt um die Zukunft des 8400 Quadratmeter großen städtischen Grundstücks. Die Städtische Wohnungsgesellschaft SWD soll hier mit weiteren Wohnungsgenossenschaften ein neues Wohnquartier mit preisgünstigen Wohnungen schaffen. Ebenfalls ist eine Dependance der Realschule Florastraße im neuen Block vorgesehen. Zur Planung hat es bereits im November 2017 eine Bürgerwerkstatt gegeben. Ein Architekten-Wettbewerb, in dem die Ideen und Anregungen einfließen, soll in der zweiten Hälfte des Jahres ausgelobt werden. Bevor dann die Planung steht und es Baurecht geben wird, könnte das Grundstück noch mehrere Jahre als Parkraum dienen.

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