Umweltaktivisten von „Extinction Rebellion“ dringen in Landtag ein

Protest für bessere Klimapolitik : Umweltaktivisten von „Extinction Rebellion“ dringen in Landtag ein

Die 16 Mitglieder von Extinction Rebellion hatten sich teilweise auf einer Treppefestgeklebt. Die Polizei hat die Aktion beendet.

Eine Gruppe von Umweltaktivisten der „Extinction Rebellion“ ist am Nachmittag in den Düsseldorfer Landtag eingedrungen. Die 16 Personen haben sich zum Teil an einer Treppe festgeklebt und fordern mehr Naturschutz in Nordrhein-Westfalen.

Wie Stephan Malessa, der Sprecher des Landtages, erklärte, habe es sich um eine angemeldete Besuchergruppe gehandelt. Nach der Führung hatten die Umweltaktivisten dann eine Treppe besetzt. Acht Personen klebten ihre Hände an den Seitenscheiben fest. Sie können sich aber angeblich selbst wieder befreien. Der Protest richtet sich vor allem gegen die geplante Inbetriebnahme des Kohlekraftwerks in Datteln. „Wir möchten, dass NRW den Klimanotstand ausruft“, erklärte eine Sprecherin. Dann sei die Aktion ein Erfolg.

Die Polizei hat den Landtag mit einem Großaufgebot abgeriegelt. Foto: Gerhard Berger

Zunächst forderte die Gruppe ein Gespräch mit NRW-Ministerpräsident Armin Laschet, danach wollten die Demonstranten mit Mitgliedern des Umweltausschusses sprechen. Landtagspräsident André Kuper lehnte einen Dialog mit den Umweltaktivisten unter diesen Umständen ab, weil sie die Bannmeile des Landtags missachtet haben. Wenn sich „Extinction Rebellion“ an die Regeln halte, sei er durchaus zu einem Gespräch bereit. Kuper erstattete Strafanzeige, die Personalien der Gruppe wurden aufgenommen.

Nachdem die Aktivisten zunächst mehrere Ultimaten verstreichen ließen, drohte die Polizei damit, das Hausrecht durchzusetzen. Der größte Teil der Demonstranten gab freiwillig auf. Die vier Letzten wurden von der Polizei nach draußen begleitet. Gegen 17.25 Uhr war die Aktion beendet. si