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Um Mitternacht zu den Jedi-Rittern ins Kino

Um Mitternacht zu den Jedi-Rittern ins Kino

In der Nacht zu Donnerstag gab es in den Kinos Vorpremieren vom neuen Star-Wars-Film. Einige Besucher kamen verkleidet.

Seit gestern Nacht heißt es wieder „Möge die Macht mit Dir sein!“. Zwei Jahre mussten die Star-Wars-Fans auf die Fortsetzung warten, seit gestern läuft „Star Wars: Die letzten Jedi, Episode 8“ auch in deutschen Kinos.

Etwa 900 Besucher hatten sich Karten für die Mitternachts-Premiere im UCI-Kino gesichert. Einige schlüpften kostümiert in die Rollen ihrer Star-Wars-Idole. Die meisten Zuschauer kamen allerdings in Alltagskleidung und kurz vor dem Film-Start.

So auch die 21-jährige Zülal Bas: „Ich bin mit Star Wars aufgewachsen und kenne natürlich die ganzen Sprüche wie ´Nein, ich bin dein Vater´. Irgendwann habe ich mir alle Filme angesehen, seitdem bin ich ein richtiger Fan.“ Besondere Erwartungen an den Film hat sie aber nicht: „Ich habe mir keine Trailer angesehen — ich möchte mich überraschen lassen.“

Zu den wenigen, die sich extra verkleidet hatten, gehörte Mike Bouwhuis mit seinen Freunden. In seinem Pilotenkostüm musste er bei dem nass-kalten Wetter gestern Nacht nicht frieren: „Ich trage ein X-Wing Piloten-Kostüm aus den ersten Filmen, und das ist ziemlich warm“.

Obwohl er das Kostüm gebraucht gekauft hat, war es nicht ganz günstig: „Für das Kostüm habe ich 1000 Euro gezahlt, aber das war es mir Wert. Ich verkleide mich auch für besondere Treffen, da tragen dann alle Star-Wars-Kostüme und spielen darin bestimmte Rollen.“ Cosplay ist ein Trend aus Japan und steht für aufwendige Verkleidungen.

Peer Kipke, Star-Wars-Fan

Sogar Luke Skywalker war bei der Düsseldorf-Premiere dabei; Ulf Kipke hat sich entschieden, als seine Lieblingsfigur den neuen Star-Wars-Film zu sehen. Der Heldenepos begleitet ihn schon seit seiner Kindheit: „Als Kind habe ich schon die ersten Star-Wars-Filme im Kino gesehen. Da war ich ungefähr neun Jahre alt. Seit dem bin ich mit dem Star-Wars-Fieber infiziert.“

Ein weiterer Fan in Verkleidung war sein Bruder, Peer Kipke. Seine Entscheidung, als Obi-Wan Kenobi zum Film zu gehen, hatte einen ganz praktischen Grund: „Mein Bart passt zu dem Kostüm. Und in Star Wars kämpfen ja Gut und Böse gegeneinander. Ich wollte gerne einer von den Guten sein.“

Den neunjährigen Lynus Baust hat auch schon die Star-Wars-Begeisterung gepackt. Er hat ein Lichtschwert bekommen, mit dem er im Foyer des Kinos schon fleißig das Kämpfen übt: „Am tollsten finde ich das Lichtschwert. Ich habe schon alle anderen Teile gesehen und freue mich auf die ganzen Kämpfe. Hoffentlich gewinnt die gute Seite.“ Zusammen mit seiner Mutter Julia Baust schaut er den Film heute, die leidenschaftliche Cosplayerin hat sich ein eigenes Kostüm ausgedacht: „Meine Lieblingsfigur spielt in dem Teil nicht mit, deswegen habe ich mich entschieden, mir eine Verkleidung auszudenken“. Sie trägt einen schwarzen Umhang, hat sich schwarze Linien ins Gesicht gemalt und trägt sogar rote Kontaktlinsen.

Mit ihren Kostümen ziehen sie die Blicke der anderen Kino-Besucher auf sich. Was die Fans eint, ist die Vorfreude auf den neuen und vorletzten Star-Wars-Film.

„Ich habe schon sehr hohe Erwartungen an den Film. Aber die wurden auch nie enttäuscht. Bin total gespannt, wie es weiter geht.“, so Mike Bouwhuis. Seit gestern um 0:01 Uhr können sich die Star-Wars-Fans vom neuen Film verzaubern lassen.