Übungsfläche für Flughafen-Feuerwehr in Düsseldorf im Konflikt mit Vogelarten

Naturschutz : Neue Übungsfläche für Flughafen-Feuerwehr: Brütende Vögel bremsen Bauvorhaben

Jeweils ein Feldlerchen- und ein Wiesenpieper-Paar wurden auf dem Areal gefunden. Jetzt muss sich der Naturschutzbeirat mit dem Fall beschäftigen.

Dramatische Zwischenfälle am Flughafen sind zum Glück selten. Aber trotzdem müssen sie geübt werden. Um die realistische Bekämpfung eines Flugzeugbrandes zu trainieren, möchte der Airport an der Danziger Straße eine mehr als 9000 Quadratmeter große Simulationsanlage errichten. Allerdings: Auf der Grünfläche brüten jeweils ein Feldlerche- und ein Wiesenpieper-Pärchen. Deshalb wird sich am Montag der Naturschutzbeirat mit dem Bauvorhaben beschäftigen.

Bislang wurden die notwendigen Übungen immer mit hohem Aufwand extern durchgeführt. Das soll durch die neue Anlage überflüssig werden. Die 6500 Quadratmeter große Simulationsfläche mit Nebenanlagen, Straßen und Rohrleitungen ist auf dem nördlichen Flughafengelände geplant. Insgesamt werden 9200 Quadratmeter der Grünfläche für den gesamten Komplex benötigt. Es handelt sich nicht um ein Landschaftsschutzgebiet, aber um einen baulichen Außenbereich.

In dem Bereich wurden jeweils ein Brutpaar Feldlerche und Wiesenpieper entdeckt. Die Vögel sollen auf eine nördlich an das Flughafengelände angrenzende Grünfläche umgesiedelt werden, die allerdings erst geschaffen werden muss.

Ein Wiesenpieper nach seiner Landung auf einer Mütze. Foto: picture-alliance / dpa/Harro Müller

Die Untere Naturschutzbehörde will ihre Zustimmung geben. Allerdings nur unter Auflagen. So soll das Bauland außerhalb der Brut- und Aufzuchtszeiten vorbereitet werden. Danach soll die Fläche regelmäßig mit Hundestreifen kontrolliert werden, um zu verhindern, dass Feldlerche und Wiesenpieper neue Nester bauen. Außerdem soll der Flughafen verpflichtet werden, einen Schutzzaun für Amphibien zu errichten.

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