Tus Nord stößt das Tor zum Halbfinale auf

Tus Nord stößt das Tor zum Halbfinale auf

Der Rollhockey-Bundesligist setzt sich im ersten Play-off-Viertelfinale mit 6:4 beim RSC Cronenberg durch und benötigt nur noch einen Sieg zum Weiterkommen.

Der Play-off-Modus in der Rollhockey-Bundesliga kann unter Umständen auch das nach der Hauptrunde in der Tabelle besser platzierte Team schon mal schnell unter Druck setzen. Denn gewinnt die nach zuvor 20 Spielen erfolgreichere Mannschaft in der „Best of three“-Serie das Auftaktspiel in der Fremde nicht, so muss es zwei Mal in Folge in eigener Halle bestehen, um das Ausscheiden zu verhindern. Im Fall des TuS Nord aber ist die Konstellation nun genau andersherum. Die Unterrather, nach der Hauptrunde auf Platz vier geführt, gewannen ihr erstes Play-off-Viertelfinale auswärts beim RSC Cronenberg in Wuppertal mit 6:4 (3:2) und haben nun am kommenden Wochenende zwei Mal die Möglichkeit, in der Halle an der Eckener Straße den Halbfinaleinzug perfekt zu machen.

Die lautstarke Unterstützung des eigenen Anhangs sorgte bei den Wuppertaler Gastgebern für zusätzliche Motivation. Und der TuS war davon zunächst ein bisschen beeindruckt. Benjamin Nusch (7.) brachte den RSC dann auch in Führung. Mit zunehmender Spieldauer fand die Mannschaft von Trainer Robbie van Dooren aber immer besser zu ihrem Rhythmus. Im weiteren Verlauf der ersten Hälfte entwickelte sich ein offener Schlagabtausch. Doch die beiden Torhüter Fynn Hilbertz (RSC) und Jan Kutscha (TuS) waren lange Zeit nicht zu überwinden. Erst als bei ihren Vorderleuten zur Pause hin die Konzentration nachließ, hatten auch die Torsteher vermehrt das Nachsehen. Diogo Carrilho (19.) gleich den Rückstand der Unterrather aus, ehe Jordi Molets (22.) die Cronenberger erneut in Führung schoss. Ein Doppelschlag von Jonas Pink (24.) und Daniel Kutscha (25.) drehte die Begegnung noch vor der Halbzeitpause zugunsten des TuS.

Da beide Torhüter auch nach der Pause stark hielten, hatte die 3:2-Führung der Düsseldorfer bis in die Schlussphase hinein Bestand. Kay Hövelmann sorgte mit dem 3:3 für Hoffnung auf eine Wende (44.) bei den Hausherren, doch Diogo Carrilhos zweiter Treffer an diesem Tag (46.) verschaffte den Unterrathern erneut einen Vorteil. Binnen gerade einmal 20 Sekunden wiederholte sich das vorangegangene Szenario in der 47. Minute: Kay Hövelmann glich aus, Diogo Carrilho schoss seine Farben mit seinem dritten Streich wieder in Vorlage. Weitere 30 Sekunden darauf sorgte Tobias Paczia mit dem 6:4 für die Entscheidung.

Am Samstag (15.30 Uhr) kann der TuS Nord im zweiten Viertelfinale bereits in die Vorschlussrunde einziehen. Im Falle einer Niederlage würden sich beide Teams am Sonntag erneut gegenüberstehen.

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