Turnhalle steht auf der Kippe

Turnhalle steht auf der Kippe

Eine Sporthalle hatte der damalige OB Erwin noch versprochen. Doch im Haushalt gibt’s keine Mittel dafür.

Düsseldorf. In den vergangenen 15 Jahren hat sich die Bevölkerung in Wittlaer durch die Neubaugebiete in Einbrungen praktisch verdoppelt. Nicht mitgehalten hat dabei die Infrastruktur. Die Franz-Vaahsen-Grundschule am Grenzweg platzt aus allen Nähten, für Jugendliche gibt es kaum Angebote und es fehlt eine Sporthalle. Wenige Monate vor seinem Tod hatte der damalige Oberbürgermeister Joachim Erwin versprochen, dass Wittlaer eine Sporthalle bekommen wird.

Ob das Versprechen eingehalten wird, ist ungewiss. Denn im aktuellen Haushalt sind keine Mittel für den Bau vorgesehen. Wie Guido Krüger, Fraktionsvorsitzender der CDU in der Bezirksvertretung 5 (Kaiserswerth, Lohausen, Stockum, Angermund, Kalkum und Wittlaer), in seiner Anfrage feststellte, ist die Halle nicht einmal mehr im Masterplan Sport bis zum Jahr 2014 enthalten.

In der Sitzung der Bezirksvertretung gab die Verwaltung am Dienstag eine wenig befriedigende Antwort. Zum Bau der Sporthalle habe es unterschiedliche Überlegungen gegeben. Das Sportamt verfolge nun das Ziel, das Verfahren für eine Zweifach-Turnhalle neu zu starten. Wenn der Bedarf geklärt ist, solle das Amt für Gebäudemanagement mit der Planung beginnen.

Für die Bürger im Norden heißt das vor allem, dass eine kurzfristige Realisierung der Sporthalle unwahrscheinlich ist. Eigentlich war damit gerechnet worden, dass noch in diesem Jahr mit dem Bau begonnen wird.

Sollte die Sporthalle nicht gebaut werden, wäre das vor allem für die Franz-Vaahsen-Grundschule eine Katastrophe. Schulleiterin Siedlinde von Beckerath: "Schon jetzt brauchen wir die kleine Schulturnhalle bis 16.30Uhr für die offene Ganztagsschule. Vom nächsten Sommer ab haben wir sogar sieben Gruppen."

Dann sei eine vernünftige Betreuung kaum noch möglich. Schon jetzt kann die Schule keine Arbeitsgemeinschaften mehr anbieten, weil es an den Räumlichkeiten mangelt.

Betroffen sind aber nicht nur die Schüler. Bislang stellte die Schule ihre Sporthalle einmal in der Woche für Kinder-Tagesstätten zur Verfügung, damit auch die Kleinsten sich sportlich betätigen können. Sollte die neue Sporthalle nicht kurzfristig gebaut werden, wäre das nicht mehr möglich. Ähnlich geht es dem TV Kalkum-Wittlaer. Auch der benötigt dringend eine Sporthalle. Vor allem, weil auch die Nachfrage nach Fitnessangeboten immer größer wird.

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