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Trödelmarkt Aachener Platz in Düsseldorf öffnet wieder

Trödel : Trödel Aachener Platz öffnet

Nach der Corona-Pause gelten auch hier neue Regeln. Fans des Radschlägermarktes müssen noch warten.

Artur Gerke veranstaltet seit 40 Jahren den Trödel- und Antikmarkt Aachener Platz. Der hat viele Stammkunden und -händler, die sich an der Ulenbergstraße in Bilk jeden Samstag treffen. Zuletzt am 7. März. Dann war wegen der Coronavirus-Ausbreitung erst mal Schluss. Gerke hatte damit gerechnet, dass das Verbot bis Ende August bestehen bleibt. Sehr kurzfristig erfuhr er: Der beliebte Trödel, der an schönen Tagen bis zu 20 000 Besucher anzieht, kann nach drei Monaten Pause am Samstag (7 bis 17 Uhr) wieder öffnen.

Gerke ist einerseits überrascht, anderseits voller Tatendrang. Seit Bekanntgabe der Wiedereröffnung stehen Bürotelefon (154548) und Handy nicht still. Der Stadt hat Gerke ein Konzept vorgelegt. Auf das mehr als 17 500 Quadratmeter große Areal dürfen höchstens 1700 Besucher gleichzeitig Trödel-, Markt- und Imbissstände besuchen. Dies nur mit Mund-Nasen-Schutzmaske. Mitarbeiter werden den Einlass, der sich nur am Haupteingang Ubierstraße befindet, mit Handzählern kontrollieren.

Gerke sagt, dass er seit Wochen Anfragen von Stammgästen hat. „Es sind Menschen darunter, die durch Kurzarbeit oder Jobverlust weniger Einnahmen haben und sich ihr Haushaltsbudget aufbessern wollen“, sagt der 74-Jährige. Er selbst musste in den vergangenen drei Monaten seine drei Angestellten in Kurzarbeit schicken, hat aber die Gehälter aufgestockt. Die Bilker Schützen, denen der Platz gehört, seien ihm bei der Pacht entgegengekommen, obwohl sie ja selber auf Einnahmen angewiesen seien. Gerke bittet die Besucher, mit den Pendelbussen ab Südfriedhof zu kommen oder mit der Bahn. Die Pendelbusse ab Südpark werden nicht mehr verkehren. Parkmöglichkeiten gibt es aufgrund der Leitungsarbeiten am Aachener Platz und an der Ulenbergstraße kaum. Und auch die traditionelle Live-Musik wird es auf dem Trödel nicht geben, Gerke fürchtet die Ansammlung.

Noch pausieren muss dagegen der Radschlägermarkt auf dem Großmarkt-Gelände. Veranstalter Peter René Hecker bedauert: „Da er sonntags stattfindet unterliegt er der Marktfestsetzung, gilt als Jahrmarkt und ist weiterhin verboten.“ Man arbeite an einem Konzept, den Radschlägermarkt samstags nachmittags zu öffnen, nicht aber jeden Samstag – und frühestens ab 4. Juli.