1. NRW
  2. Düsseldorf

Düsseldorf: Trödel ist für Organisatoren Routine

Düsseldorf : Trödel ist für Organisatoren Routine

Bereits zum 39. Mal veranstaltete die Bürgerinitiative das Internationale Straßenfest für soziale Zwecke.

Düsseldorf. Bei perfektem Trödel-Wetter schlenderten rund 20 000 Besucher am Samstag über die Flurstraße, die Bruchstraße und die Schwelmer Straße. Sie wurden extra abgesperrt. Daniel Rübenkönig, der Vorsitzende der Bürgerinitiative Flingern und Organisator, erklärte, dass sich die Abläufe für das Straßenfest auch nach fast vier Jahrzehnten kaum verändert haben: „Die ersten Trödler kommen bereits um 5 Uhr morgens. Dann folgt der Aufbau der Stände, der großen Bühne und der Gastronomie. Und gegen 8 Uhr steht schon der Großteil.“

Eine Veränderung in diesem Jahr betraf das erhöhte Sicherheitsaufkommen. „Die Polizei ist mit mehr Beamten vor Ort und hat die Zufahrtsstraßen mit Containern abgesperrt“, sagt Rübenkönig.

Auch neben der bekannten Trödel-Meile bietet das Straßenfest eine Vielzahl von Attraktionen. Es gibt einen Radschläger-Wettbewerb und viel Musik. So spielten der „Fanfaren-Corps Schwarz-Weiß“, „JC-Crew“, „NeverAname“ und die Kultband „Die Fischgesicher“ aus Flingern.

Mit den Erlösen des Straßenfestes unterstützt die Bürgerinitiative viele soziale Projekte im Stadtteil. Luise Hoffmann, stellvertretende Vorsitzende, hebt hervor, dass die Arbeit des Vereins gemeinnützig ist. „Wir sammeln Spenden und finanzieren Projekte für Kinder, Jugendliche und Senioren. Dabei haben wir in den vergangenen 39 Jahren rund 600 000 Euro eingenommen.“ Der Verein unterstützt so viele Schulen, Sportvereine, den Stadtwerkepark und veranstaltet außerdem Seniorennachmittage. „Vereinsarbeit ist Teamarbeit“, sagt Daniel Rübenkönig. „Unsere Mitglieder sind oft seit Jahrzehnten dabei und bei uns machen Leute von 18 bis 80 mit.“

Die Menschen genießen die lockere Atmosphäre an diesem Nachmittag und auch die Verkäufer wirken zufrieden. Der Verein hat natürlich auch an die Kinder gedacht und so wurde der Schulhof an der Flurstraße extra zum Kinderspielplatz umgestaltet.

An rund 200 Ständen werden Antiquitäten, Schallplatten, Second-Hand-Kleidung und noch vieles mehr angeboten. „Normalerweise verkaufe ich mehr Klamotten, aber scheinbar sind die Menschen heute an anderen Stücken interessiert“, berichtet Standinhaber Alexander Laszlo (41). Gegenüber sitzt Trödlerin Andrea Voll (53) mit ihren Freundinnen. Auf dem Tisch stehen einige alte Platten und viele kleinere Andenken aus der Vergangenheit. „Das ist bereits unser siebtes Jahr als Verkäufer beim Straßenfest. Es gefällt uns sehr gut hier und nicht jedes Viertel hat ein so schönes Straßenfest wie wir in Flingern“, sagt Andrea.

Die Besucherin Luise Hendrich (59) hat vor allem den Flohmarkt wahrgenommen: „All diese Stände sind wirklich toll, es ist für jeden Geschmack etwas dabei. Außerdem ist die Atmosphäre hier sehr angenehm.“ Ihre Freundin Monika Vollmuth (62) hat jedoch auch einige Kleinigkeiten zu bemängeln: „Obwohl es als ein Internationales Straßenfest angekündigt wurde, fehlt mir der multikulturelle Touch an der Veranstaltung.“