Neue Idee für den Tourismus in Düsseldorf Was die Stadt von einem Selfie-Spot hält

Düsseldorf · Düsseldorf Tourismus erteilt dem Vorschlag der CDU eine klare Absage.

 Ein Frau fotografiert sich selbst, vor eindrucksvoller Blütenpracht.

Ein Frau fotografiert sich selbst, vor eindrucksvoller Blütenpracht.

Foto: dpa/Danny Lawson

(ale) Hätte Düsseldorf etwas von einem Selfie-Spot? Große Schriftzüge von Städtenamen gibt es etwa in Palma oder Amsterdam. Diese Städte könnte sich die CDU in Düsseldorf als Vorbilder vorstellen. Eine entgegengesetzte Auffassung vertrat nun allerdings die Stadttochter Düsseldorf Tourismus, die im Wirtschaftsausschuss die Anfrage zum Thema beantwortete und „keinen bedeutenden Mehrwert“ sah.

Zwar sehen auch die Tourismusexperten einen Trend zu den beschriebenen Fotospots, allerdings „passen die nicht zum Markenimage von Düsseldorf.“ So gehe es um die „Positionierung als weltoffene, kreative und inspirierende Metropole“, was durch „solche statischen Elemente nicht unterstützt“ werde. Dem „Charakter und der Einzigartigkeit der Stadt“ entspreche es vielmehr, wenn verschiedene Bildmotive „die facettenreichen Angebote und inspirierenden Erlebnisse der Stadt widerspiegeln“.

So seien auch die Kampagnen in den sozialen Medien darauf ausgelegt, verschiede Orte bekannt zu machen, für „eine gleichmäßigere Verteilung der Besucherinnen- und Besucherströme“. Als Beispiele nennt die Stadttochter Wandgemälde, den Kö-Bogen II oder die Kiefernstraße. „Dabei wird besonderer Wert auf Dezentralität gelegt.“ Die beworbenen Orte hätten dann das Potenzial, sich „kostengünstig zu beliebten Selfie-Spots zu entwickeln und gleichzeitig die Attraktivität der Stadt Düsseldorf zu steigern“.

Auch die Frage nach dem Standort halten die Experten für nur schwer zu beantworten. So werde ein prominentes und gut zugängliches Areal benötigt. „In der dicht besiedelten Innenstadt werden dafür jedoch keine geeigneten Flächen gesehen.“

Auch ein angemessenes Kosten-Nutzen-Verhältnis sei nicht gegeben. So rechnet Düsseldorf Tourismus mit „beträchtlichen Ausgaben“, aber nicht mit einer diese rechtfertigenden Besucherzahl. Die von der CDU angeregte Vermarktung eines Selfie-Spots sei zudem nicht mit dem eigenen Anspruch an die Gestaltung des öffentlichen Raums vereinbar.

Klaus Mauersberger von der CDU gab der Verwaltung dennoch mit, Möglichkeiten für ein mobiles Konzept mit nur geringem finanziellen Aufwand zu prüfen. Das könnte dann dem Ansatz von Düsseldorf Tourismus entsprechen. Er erinnerte daran, dass Düsseldorf einst bei einer Erhebung zur Selfie-Hauptstadt in Deutschland wurde. Zudem beobachte er etwa bei der Messe, wie sehr zigfach Logos der Veranstaltungen als Fotohintergrund genutzt würden. Auch in anderen Städten würden die Schriftzüge gerne genutzt, was er auch für Düsseldorf erwarten würde.

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