Düsseldorf: Toter FiftyFifty-Verkäufer: Strafverfahren eingestellt

Düsseldorf: Toter FiftyFifty-Verkäufer: Strafverfahren eingestellt

Die 47-jährige Angeklagte zahlt eine Geldbuße von 2500 Euro. FiftyFifty-Verkäufer Josif D. war von ihrem herrenlosen Auto im Parkhaus überfahren worden.

Düsseldorf. Der tragische Tod von Josif D. wird nicht im Rahmen eines Gerichtsverfahrens aufgearbeitet. Der 70 Jahre alte FiftyFifty-Verkäufer war im November vergangenen Jahres in einem Parkhaus an der Schiessstraße in Heerdt von einem herrenlosen Nissan Qashqai angefahren und tödlich verletzt worden. Gegen die Besitzerin des Autos, eine 47-jährige Bürokauffrau, war ein Verfahren wegen fahrlässiger Tötung eingeleitet worden. Das wurde jetzt nach Auskunft der Staatsanwaltschaft eingestellt. Allerdings muss die Frau 2500 Euro zahlen.

Die 47-Jährige treffe nur eine geringe Schuld. Sie hatte die Handbremse ihres Fahrzeuges gar nicht oder nicht fest genug angezogen, bevor sie zum Einkaufen ging. Der Nissan hatte sich dann von allein in Bewegung gesetzt und war losgerollt. Der 70-Jährige wurde an die Wand gedrückt und war sofort tot. Vor einigen Jahren soll sich in dem Parkhaus des Supermarktes schon einmal ein Auto selbstständig gemacht haben. Damals war nur Sachschaden entstanden.

Der Tod von Josif D. hatte große Anteilnahme ausgelöst. Denn der Senior, der in dem Geschäft schon seit mehreren Jahren die Obdachlosenzeitung verkaufte, war bei den Kunden sehr beliebt. Zusammen mit dem Heerdter Schützenverein hatten mehrere Bürger eine große Spendenaktion gestartet, damit Josif D. eine würdige Beerdigung erhalten konnte. si