Fussball am Flughafen Schalker gewinnt Torwandschießen am Düsseldorf Airport

Düsseldorf · Die Vorfreude auf die Europameisterschaft scheint groß zu sein am Düsseldorfer Flughafen. Auch die Haushündin Lotta bereitet sich auf ihre Rolle vor.

Am Torwandschießen im Terminal nahm auch Ex-Fortuna-Profi Oliver Fink teil – und erzielte zwei Treffer ins untere Loch.

Am Torwandschießen im Terminal nahm auch Ex-Fortuna-Profi Oliver Fink teil – und erzielte zwei Treffer ins untere Loch.

Foto: Bretz, Andreas (abr)

(jad)Drei unten, drei oben“. Die altbewährte – und offiziell zumindest im ZDF-Sportstudio noch nie erreichte – Vorgabe des berühmten Torwandschießens wurde auch am Düsseldorfer Flughafen nicht bewältigt. Für den Sieg und damit für die zwei ausgelobten Flugtickets in die Türkei reichten schließlich vier Treffer aus vierzehn Versuchen, Stechen und „Golden Goal“ inbegriffen.

Angespornt von den markigen Sprüchen des Düsseldorfer Stadionsprechers André Scheidt und dem kritischen Auge von Fortuna-Legende Oliver Fink konnte sich mit dieser ansprechenden Leistung der Schalker U-19-Torwart Luca Podlech durchsetzen. Schon beim vorherigen Qualifikationsschießen machte der Gelsenkirchener Eindruck. Eigentlich sei er nur am Flughafen, um mit seinen Kumpels den Flug nach Mallorca zu nehmen, sagte er. Beim Torwandschießen habe er nur spontan aufgrund einer Wette teilgenommen, so der Nachwuchstorhüter. Nun hat er zusätzlich noch nebenbei zwei Flüge in die Türkei „abgestaubt“.

Auch die beiden Flughafen-Geschäftsführer Lars Redeligx und Pradeep Pinakatt nahmen außer Konkurrenz am Torwandschießen teil. Selbstverständlich ließ sich auch Oliver Fink nicht zweimal bitten. Durchaus gefühlvoll schlenzelte das frühere Mittelfeld-Rauhbein den Ball zweimal in das untere Loch. Und das, obwohl Fink zugab, das Torwandschießen sei nie seine Kernkompetenz gewesen, viel mehr die Grätsche. So reichte das Ballgefühl dann an diesem Tag nicht mehr für die obere und technisch anspruchsvollere Ecke, an der dann auch die meisten anderen Schützen scheiterten.

Manch einer dürfte womöglich auch vom gelegentlichen Bellen der jungen „Flughafenhündin“ Lotta etwas abgelenkt worden sein, die sich vornahm, stets dann lautstark auf sich aufmerksam zu machen, wenn ein Teilnehmer gerade zum Schuss ansetzte. Der zweijährige Husky-Schäferhund-Mischling wird am Flughafen als EM-Orakel die Spielergebnisse voraussagen.

Gegen den Sieg von Luca Podlech schien die Hündin allerdings nichts einzuwenden zu haben. Bei den Versuchen des Schalkers hielt sich Lotta beim Bellen merklich zurück, die Konzentration des Schalkers hat so nicht gelitten. Und natürlich hat er nur deshalb gewonnen – vielleicht ein Fall von sich selbst erfüllender Prophezeiung. Oder der erste Beweis für Lottas transzendentale Kräfte.