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Tödlicher Unfall auf A3: Düsseldorf bessert Lärmschutzwände im Rheinalleetunnel nach

Nach tödlichem Unfall auf A3 : Rechte Fahrspur gesperrt: Betonwände im Rheinalleetunnel werden gesichert

Die Lärmschutzwände sind ähnlich konstruiert wie an der A3, wo eine Autofahrerin von einem Betonteil erschlagen wurde.

Bereits am Donnerstag hat die Stadt Düsseldorf mit der Sicherung der Betonfertigteile an den Seitenwänden des Rheinalleetunnels begonnen. Zuerst wird stadtauswärts, anschließend in Fahrtrichtung Düsseldorf gearbeitet. Außerhalb der Hauptverkehrszeiten wird deshalb während der Arbeiten jeweils die rechte Fahrspur gesperrt, in Fahrtrichtung Neuss von 6 bis 15 Uhr und stadteinwärts von 10 bis 19 Uhr. Bis Mitte Dezember hofft die Stadt die Arbeiten abgeschlossen zu
haben.

Baumaterial und Befestigung der Betonteile am Tunnel seien ähnlich der Konstruktion an der Unglücksstelle auf der Autobahn A3 bei Köln Delbrück. Dort war am 13. November eine Autofahrerin von einer herabstürzenden Betonplatte aus der Lärmschutzwand erschlagen worden. Als Ursache dafür stehen nach derzeitigem Ermittlungsstand fehlerhaft montierte Verankerungen an den Oberseiten im Fokus. Gerade diese seien am Rheinalleetunnel aber bereits vor einigen Jahren zusätzlich gesichert worden, heißt es vonseiten der Stadt.

Allerdings wurde in diesem Jahr bei einer routinemäßigen Hauptprüfung des 51 Jahre alten Tunnelbauwerks eine Schädigung an der Aufstandsfläche der Betonfertigteile festgestellt, so das Amt für Verkehrsmanagement. Diese 1430 Platten sind jeweils 4,30 Meter hoch,
90 Zentimeter breit und zehn Zentimeter dick und wurden aus brandschutztechnischen und optischen Gründen zur Verkleidung der Stahlspundwände des Tunnels montiert. Sie werden jetzt an der Unterseite mit einem zusätzlichen Betonverguss gegen ein mögliches Verrutschen gesichert.

Die Betonplatten stammen aus den 90er Jahren, sollten ohnehin erneuert werden. Dafür hätten die Planungen bereits begonnen, so die Stadt. Die jetzige Sicherung der Betonteile, die rund 50.000 Euro kosten wird, werde dafür die nötige Stabilität geben, um Geld und Zeit für einen perspektivischen Austausch zu gewinnen, heißt es weiter. Offenbar will man nach dem tragischen Unglück auf der A3 aber auch kein Risiko eingehen und diesen geplanten Austausch abwarten.

(sg)