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Tischtennis kommt auf die Straße

Tischtennis kommt auf die Straße

Borussia Düsseldorf hat ein neues Projekt vorgestellt. Es soll die Nachhaltigkeit nach der WM fördern.

Sportarten entwickeln sich immer weiter. Um neues Publikum zu generieren oder um den Nachwuchs besser einzubinden. Und ein Großereignis wie eine Weltmeisterschaft vor der eigenen Haustür schreit geradezu nach Nachhaltigkeit. Dafür setzt sich Borussia Düsseldorf seit Jahren ein. Der Tischtennis-Rekordmeister hat nun sein neues Projekt „Street Table Tennis Tour“ vorgestellt und auf dem Rathausvorplatz der Öffentlichkeit präsentiert. „Wir möchten mit unserem neuen Projekt die Begeisterung nach der Tischtennis-WM in unserer Stadt nutzen und Tischtennis auf die Straße bringen“, erklärt Borussia-Manager Andreas Preuß.

So entstand die Idee, für dieses Projekt die 455 Stein-Tischtennistische in Düsseldorf zu bespielen und dorthin zu gehen, wo die Menschen leben und sich bewegen. „Damit setzen wir im Rahmen unseres sozialen Engagements einen neuen Akzent“, sagt Preuß. Die „Street Table Tennis Tour“ ist zunächst auf einen Zeitraum von drei Jahren ausgelegt. Los geht es am 12. April beim Saisonstart der Graf-Recke-Stiftung. Am 25. Juni steht dann als erster Höhepunkt ein Weltrekordversuch beim Riesenrundlauf in der Stockumer Arena, der Heimat von Fußball-Zweitligist Fortuna, an. Nach der „längsten Tischtennis-Theke der Welt“ im vergangenen Mai also der nächste Superlativ rund um die kleine weiße Kugel.

„Borussia Düsseldorf leistet seit Jahren einen großen Beitrag für den sozialen Zusammenhalt in unserer Stadt. Mit dem neuen Projekt ,Street Table Tennis Tour’ nutzt die Borussia die über 450 öffentlichen Stein-Tischtennistische in Düsseldorf, um alle Menschen, unabhängig von Herkunft, Handicap und Alter, abzuholen und für Gemeinschaftserlebnisse, Spaß, Bewegung und ein soziales Miteinander durch den Sport zu motivieren. Das finde ich großartig“, sagt Oberbürgermeister Thomas Geisel. Und Stadtdirektor Burkhard Hintzsche ergänzt: „Düsseldorf und Tischtennis — das gehört zusammen. Die Tischtennis-WM war ein Highlight des Jahres 2017 und hat immens dazu beigetragen, dass die Sportart in der Stadt deutlich an Ansehen und Interesse gewonnen hat. Ich bin mir sicher, dass es Borussia Düsseldorf mit dem neuen Projekt gelingt, noch mehr Düsseldorferinnen und Düsseldorfer für den Sport zu begeistern.“

Neben Cheftrainer Danny Heister und Rollstuhl-Bundesligaspieler Thomas Schmidberger sowie der Deutschen Schülermeisterin Leonie Berger war auch der Präsident des Tischtennis-Weltverbands ITTF mit dabei: „Unser Sport benötigt neue Ideen, um noch mehr Leute für Tischtennis zu begeistern, insbesondere auch Menschen, die bisher nichts mit Tischtennis zu tun hatten“, sagt Thomas Weikert, der Düsseldorf bereits nach der WM 2017 ein gutes Zeugnis ausstellte. „Und da ist die ,Street Table Tennis Tour’ ein sehr willkommenes Projekt mit Potenzial. Glückwunsch an die Borussia, die seit Jahren nicht nur im Spitzensport, sondern auch in der Sportentwicklung einschließlich des Behindertensports sehr aktiv ist, was ich sehr begrüße und ganz auf der Linie des Weltverbandes ITTF liegt.“