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Tierversuche gehören auf den Prüfstand

Tierversuche gehören auf den Prüfstand

Sind Tiervesuche moralisch vertretbar? Tiere empfinden genau wie Menschen Schmerzen. Die Verschleierungspolitik der Universität - auf der Internetseite der HHU zum Beispiel findet man keine Informationen zur Tierversuchsanlage - verhindert, dass sich aufgeklärte Menschen ein klares Bild darüber machen können.

Diskussionen über dieses Thema sind oft lang und heftig, die Positionen verhärtet. Tierschützer halten die Versuche für inakzeptabel, weil sie mit Qual und grausamen Schmerzen bis hin zum Tod der Tiere verbunden sind. Auch einige Wissenschaftler beklagen, dass viele Versuche nicht notwendig seien. Die restlichen ihrer Kollegen haben nur die Forschung im Blick - ohne Rücksicht.

Sie argumentieren, dass es Fortschritt ohne Tierversuche nicht gäbe, Heilung von Krankheiten nicht möglich wäre. Sie verstecken sich hinter dem Tierschutzgesetz, das die Versuche unter bestimmten Voraussetzungen erlaubt. Doch gerade Wissenschaftler sollten wissen, dass man niemals nie sagen sollte. Es gibt Alternativen zu Tierversuchen, in Düsseldorf zeigt dies das Großunternehmen Henkel. Sie müssen nur ausgebaut werden. Darauf muss der Fokus liegen.

Deswegen sollte sich jeder fragen, ob Forschung und Wissensdrang rechtfertigen, dass unschuldige Tiere gequält werden. Doch viele beschäftigen sich nicht mit dem Leid der Tiere, interessieren sich nicht für die Forschung, hinterfragen nicht die Methoden. Sie haben Hauskatzen, gehen mit dem Hund spazieren und verschließen lieber die Augen vor dem, was sie nicht sehen wollen. Keine Frage: Tierversuche gehören grundsätzlich auf den Prüfstand.