Tierischer Einsatztag für Düsseldorfer Feuerwehr

Tierischer Einsatztag für Düsseldorfer Feuerwehr

Düsseldorf. Tauben, Schafe, Eichhörnchen und eine Ente - für die Düsseldorfer Feuerwehr war der Mittwoch ein tierischer Einsatztag, der für alle Beteiligten gut endete.

Um 11 Uhr ging die erste Meldung ein. Eine Taube hatte sich in Flingern in einer Gaststätte auf der Flurstraße verflogen. Der Gaststättenbesitzer rief die Feuerwehr zur Hilfe. Mit Geduld wurde das erregte Tier durch eines der geöffneten Fenster und Türen nach draußen in die Freiheit gelots, berichtet die Feuerwehr. Zwei Kollgen seien dort im Einsatz gewesen.

Auf der Kölner Straße ging es für die beiden Feuerwehrmänner gleich weiter zur nächsten Taube. Eine Passantin hatte eine verletzte Taube gemeldet, ein Flügel hing herab. Die Taube könnte gegen ein Hindernis geflogen sein. Die Retter brachten das verletzte Tier in die Tierklinik Adlerstraße.

Am Nachmittag um 16.00 Uhr irrten Schafe auf der Festtagswiese am Kaiser-Wilhelm-Ring umher. Die Einsatzkräften hielten "die Schafe in Schach", bis der Schäfer kam und die Tiere in seine Obhut nahm. Sie waren aus dem Pferch auf der Rheinwiese entlaufen.

Drei Stunden später, um kurz vor 19.00 Uhr, retteten die Einsatzkräfte der Hüttenstraße vier junge Eichhörnchen auf der Dagobertstraße in Bilk. Ein Hobbygärtner hatte eine Fassadenpflanze geschnitten und das Nest in drei Meter Höhe übersehen. Im Gestrüpp hörte er dann das Piepsen der jungen Tiere. Die Eichhörnchenmutter war bei der Schneideaktion geflüchtet. Der Mann legte die wenigen Wochen alten Jungen auf eine Decke. Weil eines der Tiere an der Nase verletzt war, rief er die Feuerwehr. Diese brachte die kleinen Eichhörnchen in die Tierklinik Adlerstraße.

Die Retter der Eichhörnchen wurden am Abend dann noch mal zu einer verletzten Ente in einem Hinterhof eines Mehrfamilienhauses gerufen, teilte die Feuerwehr mit. Das Federvieh wurde wohl von einem Hund in den Flügel gebissen. Auch sie kam in die Tierklinik.

Am Ende des Tages schrieb die Feuerwehr dann in ihrer Abschlussmeldung: "Es gibt auch Tage wo nicht nicht nur die Menschenrettung und Brandbekämpfung im Vordergrund steht. Ein gutes Gefühl den Tieren geholfen haben zu können!" red

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