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Teamvorstellung: Fröhlicher Tour-Start am Burgplatz

Teamvorstellung: Fröhlicher Tour-Start am Burgplatz

Bei der gelungenen Teampräsentation ist die Altstadt voll, der Burgplatz wird wegen Überfüllung gar abgeriegelt.

Düsseldorf. Geglückter Auftakt der Tour de France in Düsseldorf — die gesamte Altstadt voll, das Wetter viel besser als befürchtet, die Stimmung heiter. Genau als die Präsentation der 22 Fahrerteams auf dem Burgplatz um 18.30 Uhr begann, war der Platz mit etwa 7000 Menschen so voll, dass die Veranstalter sämtliche Zugänge sperren ließen: Weder von der Mühlenstraße, noch von Bolker- oder Flinger Straße wurden zwischenzeitlich noch Besucher durchgelassen. Lediglich über die Rheinuferpromenade konnte man sich dem ersten Spektakel des Grand Départs noch nähern.

Foto: Sergej Lepke

Im Mittelpunkt standen natürlich die Radprofis, die von den Fans — enorm viele waren mit ihrem Rennrad und in Fahrerkluft gekommen — gefeiert wurden. Aber um die Teams herum gab es viel Lokalkolorit: Die singpauseerprobten Kinder der Matthias-Claudius-Schule sangen die Europahymne mit Beethovens „Freude schöner Gotterfunken“. Dann begrüßte OB Thomas Geisel das Publikum erst auf Französisch und kündigte dann auf Deutsch an: „Wir werden unsere Stadt als weltoffen, gastfreundlich, sportlich und sympathisch präsentieren, alle Teams anfeuern und dann kräftig feiern.“ Tour-de-France-Chef Christian Prudhomme revanchierte sich mit dem Bekenntnis auf Deutsch: „Wir sind stolz und glücklich, in Düsseldorf zu sein.“ Und sogar Frankreichs Präsident Macron dankte schriftlich: „Ich vergesse nicht, dass Düsseldorf gelegentlich als ,Klein Paris’ bezeichnet wird“, schrieb er an Geisel, und: Der Tour-Start am Rhein sei „ein Symbol und eine Botschaft der Freundschaft an ganz Europa“

An der 1,4 Kilometer kurzen Strecke, die die Radprofis vom Burgplatz via Rathaus, Rheinuferpromenade bis zum Johannes-Rau-Platz an der Kniebrücke locker abstrampelten, standen nicht nur klatschende und fotografierende Zuschauer, sondern lebendige Aushängeschilder Düsseldorfs: Clara und Robert Schumann, Heinrich Heine, ein Altstadt-Köbes, Jan Wellem, Wim Wenders oder Kraftwerk, dargestellt von verkleideten Schauspielern.

Düsseldorfer und auswärtige Zuschauer aus Deutschland und vielen anderen Ländern (sogar Trikots und Fahnen aus Kolumbien und Mexiko wehten auf dem Burgplatz) hatten ihre Freude: „Wir sind als Mannschaft aus Berlin gekommen und feiern die Tour bis Sonntag durch“, sagte Sven Patzke vom Rennteam des Krankenhauses Steglitz.

Tatsächlich füllten sich schon während des dreistündigen Programms und erst recht danach Straßen und Kneipen der Altstadt. Am Freitag macht die Tour bis auf den offiziellen Empfang samt Lichterfest am Schloss Benrath (ab 20 Uhr) Pause, am Samstag geht’s dann mit der ersten Etappe richtig rund. Und vielleicht wird das Wetter dann ja wieder besser als vorher gedacht ...