Taxi-Genossenschaft glaubt nicht an E-Taxis in Düsseldorf

Verkehr : Stadt Düsseldorf will mehr E-Taxen, doch die Taxi-Fahrer sind skeptisch

Die Genossenschaft begrüßt die neuen Umweltspuren, fürchtet aber hohe Kosten und geringe Reichweite von Elektro-Autos.

Für das große Ganze steht der Masterplan „Green-City Mobility“, der Wege zur Verkehrswende auflistet: Weg vom Autoverkehr mit Verbrennungsmotoren hin zu sauberen Autos, mehr ÖPNV und Radverkehr. Als kleinere Maßnahme nahm der Verkehrsausschuss diese Woche einen Vorstoß des Düsseldorfer Jugendrates auf, der eine Erhöhung des Anteils von Elektro- und Plug-in-Hybird-Wagen bei den Taxis fordert und von der Stadt verlangt, dafür größere Taxihalteplätze (Flughafen, Hauptbahnhof, Messe-Eingänge) mit Elektroladesäulen auszustatten. „Denn mit einer guten Infrastruktur sollten Taxiunternehmer ihre Diesel-Flotte schneller umstellen können“, sagt Lukas Mielczarek vom Jugendrat.

Doch die Taxifahrer selbst halten davon nicht viel. Dennis Klusmeier, Chef der Taxi-Genossenschaft, begrüßte die – ebenfalls im Verkehsausschuss beschlossenen – ersten Umweltspuren, die neben Bussen, Fahrrädern und E-Autos auch alle Taxis befahren dürfen. Von mehr E-Taxis sei man in Deutschland indes noch ganz weit entfernt: „Solche Autos sind erst einmal in der Anschaffung sehr teuer für die Fahrer.“ Mindestens so gravierend sei darüber hinaus die immer noch bei weitem zu geringe Reichweite der Batterien, zumal es in Düsseldorf viel zu wenige Ladestationen gebe, sagte Klusmeier. Dass der bei Taxis extrem präsente Diesel auf Dauer keine Lösung mehr sei, wisse man. Klusmeier: „Was aber der beste Antrieb der Zukunft ist, darüber herrscht große Unsicherheit in der Branche.“ Bessere Chancen habe wohl der Wasserstoff-Brennstoffzellen-Motor (z. B. Toyota Mirai).

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