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Tankschiff läuft vor dem Hafen auf eine Steinbank

Tankschiff läuft vor dem Hafen auf eine Steinbank

Die St. Florian schlägt leck, es tritt aber kein Treibstoff in den Rhein aus. Die Unglücksursache: Ruderschaden.

Düsseldorf. Großalarm in der Feuerlöschbootstation. Keine 200 Meter Luftlinie von der Feuerwache entfernt, war am späten Dienstagabend das Tankschiff "St. Florian" auf eine Kribbe gelaufen.

Diese Steinbänke dienen normalerweise zur Uferbefestigung und ragen aus dem Wasser. Wegen des hohen Wasserstandes liegen sie jedoch derzeit unter der Wasseroberfläche. Das 77 Meter lange Schiff krachte wegen eines Ruderschadens manövrierunfähig auf die Steine und schlug leck. Der 65-jährige Kapitän aus Wesseling konnte das Unglück nicht mehr vermeiden.

Von den 1300 Tonnen Diesel, die die St. Florian geladen hatte, lief dennoch nichts in den Rhein, das Leck entstand im Bereich der Mannschaftskabinen und des Maschinenraums. Die Besatzung des Feuerlöschbootes begann sofort nach ihrem Eintreffen damit, das eindringende Wasser abzupumpen. Im Motorraum war durch den Crash noch ein kleines Feuer ausgebrochen, das allerdings mit Pulverlöschern erstickt werden konnte.

Zwei Pumpen mit zusammen 1600 Litern Förderleistung pro Minute beförderten das eindringende Wasser aus dem Schiff. Aber auch trotz des späteren Einsatzes einer dritten Pumpe gelang es nicht, den Tanker dadurch soweit anzuheben, dass er freikam und abgeschleppt werden konnte. Es musste ein zweiter Tanker angefordert werden, der den Diesel umpumpte. Das dauerte gestern bis in die späten Abendstunden.

Bei dem Unglück wurde niemand verletzt.