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Sturmtief Wiltrud: Karneval in der Düsseldorfer Altstadt unterbrochen

Karneval : Wegen Sturmtief Wiltrud: Karneval in der Düsseldorf Altstadt unterbrochen

Sturmtief „Wiltrud“ wirbelte den Altweiberabend etwas durcheinander. Aufgrund der amtlichen Wetterwarnung wurde die Musik um 19.45 Uhr abgestellt und das Schlösser-Zelt am Burgplatz machte dicht.

Feier-Stopp für die Narren in der Altstadt. Wegen des Sturmtiefs „Wiltrud“ sind alle Veranstaltungen am Donnerstag ab 19.45 Uhr in den Straßen der gesamten Altstadt abgebrochen worden. Das hatte die Koordinierungsgruppe aus Carnevals Comitee, Feuerwehr, Polizei und Stadt nach einer Warnung des Deutschen Wetterdienstes beschlossen, der mit Windgeschwindigkeiten von 8 bis 10 Beaufort rechnet.

Wie Feuerwehrsprecher Christopher Schuster erklärte, wurde die Musik um 19.45 Uhr abgeschaltet. Auch das Schlösser-Zelt auf dem Burgplatz machte dicht und wurde für den Rest des Abends geschlossen.

Man hoffte, dass die Narren in den Kneipen feiern, wenn es draußen nichts mehr zu trinken gibt. „Nach dem Durchzug der Kaltfront von Tief ‚Wiltrud‘ werden wir den Veranstaltungsbetrieb wieder aufnehmen“, so Sven Gerling, Leiter für Organisation und Sicherheit beim CC. Gegen 21.15 Uhr war dies dann auch der Fall. Die Altstadt wurde nach ungefähr 90 Minuten Unterbrechung für den Feierbetrieb wieder freigegeben. Informiert wurden die Karnevalisten über Soziale Medien und Durchsagen.

Wegen der Wetterwarnung wurde eine wetterunabhängige Unfallhilfsstelle in der Alten Kämmerei am Marktplatz in der Düsseldorfer Altstadt aufgebaut, teilte die Feuerwehr mit. Die Unfallhilfsstelle im Rathausinnenhof am Burgplatz, die aufgrund der Sturms dann nicht mehr genutzt werden konnte, zog dorthin. Die Unfallhilfsstelle an der Neanderkirche zog in die Kirche um und blieb somit weiter Anlaufstelle für die medizinische Versorgung an der Bolkerstraße. Unterstützt werden die Rettungskräfte in Düsseldorf von den Kollegen aus dem Rhein-Kreis-Neuss.

In Köln trotz Wiltrud kein Abbruch

In Köln war es ähnlich stürmisch. Für eine Unterbrechung der Veranstaltungen sahen die Verantwortlichen aber vorerst keinen Grund, wie ein Stadtsprecher sagte.

Dass Düsseldorf und Köln unterschiedlich auf Sturm und schlechtes Wetter reagieren, hat schon Tradition: 2016 hatte die nordrhein-westfälische Landeshauptstadt - wie zahlreiche andere Städte in Deutschland - ihren Rosenmontagszug wegen heftiger Böen abgesagt, der Kölner Zug fand aber unter starken Einschränkungen statt.

In diesem Jahr stehen nach den bisherigen Einschätzungen der Meteorologen die Chancen für die großen Umzüge in beiden Städten gut: Eine Sturmlage sei nicht in Sicht, hatten die Wetterkundler für Düsseldorf wie Köln prognostiziert. In Köln wird es nach dieser Vorhersage vom Wochenbeginn sogar sehr milde, trocken und es könnte etwas Sonnenschein geben.

(si/dw/red/dpa)