Sturm "Friederike": „Krisen-Management der Rheinbahn war katastrophal“

Sturm "Friederike": „Krisen-Management der Rheinbahn war katastrophal“

Düsseldorf. Nach dem Sturm kam der Frust. Es dauerte lange, bis die Rheinbahn nach der vierstündigen Zwangspause wegen „Friederike“ wieder in die Spur kam.

Besonders hart traf es die Fahrgäste, die mit der U79 in Richtung Duisburg unterwegs waren. Dazu machten auch noch die Anzeigetafeln schlapp — was allerdings nichts mit dem Sturm zu tun hatte.

„Das Krisen-Management der Rheinbahn war katastrophal“, schimpfte Benedict Stieber, CDU-Fraktionsvorsitzender im Kaiserswerther Rathaus. Er war selbst zusammen mit seiner Freundin am Freiligrathplatz gestrandet. Von dort aus sollten Busse in Richtung Duisburg fahren.

Tatsächlich wartete dort nur ein Bus, der nach wenigen Augenblicken überfüllt war. Mehrere hundert Menschen blieben an der Haltstelle zurück. Die ärgerten sich vor allem über die drei leeren Rheinbahn-Busse, die gegenüber warteten und deren Fahrer in aller Ruhe Kaffee tranken.

„Es tut uns leid, wenn es da zu komischen Anblicken kommt“, sagt Rheinbahn-Sprecher Georg Schumacher. Aber mit Bussen könne man Bahnen nicht komplett ersetzen, zumal auch noch viele zusätzliche Fahrgäste unterwegs waren, die mit dem Zug nicht weiter kamen. Außerdem müssen die Fahrer strenge Ruhezeiten einhalten.

Dass die Anzeigen-Tafeln ausfielen, war nicht „Friederikes“ Schuld. Die Rheinbahn betreibt das System gemeinsam mit der Essener Verkehrs AG. Dort hatte es einen Kabelbrand gegeben, der die Fahrtanzeiger komplett lahmlegte.