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Düsseldorf: Stadt will Gymnasium im „Märchenland“

Düsseldorf : Stadt will Gymnasium im „Märchenland“

Bedarf im Umkreis von Grafenberg sei evident. Heute stimmt Rat über das „Bau-Paket“ ab.

Zu einer gemeinsamen Sondersitzung trafen sich gestern Schul- und Bauausschuss im Rathaus, einziger Tagesordnungspunkt: das vierte Paket schulorganisatorischer Maßnahmen. Wie berichtet, umfasst es zehn Neubau- oder Erweiterungsprojekte für die kommenden Jahre bis 2020, das finanzielle Gesamtvolumen bezifferte Schuldezernent Burkhard Hintzsche mit 150 bis 200 Millionen Euro.

Neben dem Bau einer neuen Grundschule im Gerresheimer Glasmacherviertel (wenn das denn endlich mal gebaut wird) ragen zwei Maßnahmen heraus: Im „Märchenland“ in Flingern schlägt die Verwaltung weiterhin den Bau eines neuen Gymnasiums vor, obwohl es dazu bereits kritische Stimmen aus der Politik gegeben hatte, die den Bedarf für ein Gymnasium an dieser Stelle in Frage gestellt und eher für eine Grundschule plädiert hatten (WZ berichtete).

Florian Dirszus, Projektleiter Schulbau bei der Stadt, versicherte, dass es im Bereich Grafenberg-Flingern-Gerresheim sehr wohl Bedarf für ein neues Gymnasium gebe, und dass der nicht primär dem Viertel Grafental geschuldet sei. Grundschulen hingegen gebe es im Umkreis genügend. Dirszus: „Und der kuriose Name Gymnasium am Heinzelmännchenweg ist auch nur ein Arbeitstitel, spätestens wenn die Schule 2020 öffnet, wird sie einen anderen bekommen.“

Nicht ganz kritiklos wurde die geplante neue Gesamtschule plus Dreifach-Sporthalle in Kaiserswerth nördlich des Fliedner-Gymnasiums aufgenommen. Dass im Norden eine Gesamtschule fehlt, ist Konsens, aber Pavle Madzirov (CDU) sagte, dass an diesem Standort auch gut eine Realschule passen würde. Dirszus verwies darauf, dass das Erweiterungspotenzial im Bestand an den Realschulen größer sei als an den Gesamtschulen.

Die Abstimmung über das Gesamtpaket wurde wegen Beratungsbedarfs auf die heutige Ratssitzung verschoben.