Stadt und Land NRW wollen Düsseldorfer Medienhafen und Promenade verbinden

Stadtplanung : Stadt Düsseldorf und Land NRW wollen Promenade und Medienhafen besser verbinden

Die Stadt Düsseldorf und das Land NRW haben sich zudem auf die Erweiterung des Landtags geeinigt. Der Architektenwettbewerb soll Anfang des nächsten Jahres starten.

Stadt und Land wollen den Landtag erweitern und einen Übergang von der Rheinuferpromenade zum Medienhafen schaffen. Der Präsident des Landtags, André Kuper, Oberbürgermeister Thomas Geisel und Finanzminister Lutz Lienenkämper haben am Montag eine so genannte Rahmenvereinbarung unterzeichnet. Teil der Vereinbarung ist auch, das Parkhaus an der Moselstraße zu entfernen, um auch dort wie im Bürgerpark drumherum eine Grünfläche zu schaffen.

Konkret werden sollen die Pläne mit Hilfe eines Architektenwettbewerbs. Die Aufgabenstellung soll am 15. Januar um 18.30 Uhr bei einer Informationsveranstaltung im Landtags bekannt gegeben werden. In einem Jahr sollen die Entwürfe vorliegen, Ende 2021 sollen möglichst die Bauarbeiten beginnen, wie es in der Pressemitteilung des Landes heißt.

Heute führt nur ein recht schmaler Bürgersteig an der Stromstraße entlang vom Medienhafen zum Landtag. Die Idee zu einer Verlängerung der Rheinuferpromenade an dieser Stelle hatte OB Geisel bereits im Jahr 2016 auf der Immobilienmesse in Cannes vorgestellt. Architekt Christoph Ingenhoven hatte als Ideenvorlage eine Simulation entwickelt, auch für eine Wohnbebauung neben dem Rheinturm. Die ist jedoch vom Tisch. Die Stadt hat ihr Grundstück dort auf den Parkplätzen am Rheinturm mit dem am Mannesmannufer 3 des Landes getauscht. Dort baut Alltours seine neue Zentrale.

Die Fläche am Rheinturm soll nun zur Erweiterung des Landtags dienen, um dort die wachsende Zahl von Fraktionen unterzubringen und auch die in der Stadt verteilte Verwaltung. Investor ist der Landtag. Für die Freiraumplanung ist die Stadt der Vorhabenträger.

Offen ist, welche Auswirkungen dieses Projekt für die Verlängerung der Rheinuferpromenade im Norden am Ehrenhof vorbei hätte, die zahlreiche Architekten im Zuge des Projekts Blaugrüner Ring vorschlagen. Auch hierfür würden hohe Investitionskosten benötigt.