Stadt Düsseldorf will drittes Friedhofsmobil anbieten

Düsseldorf : Friedhofsmobil soll auch in Stoffeln fahren

Die Stadt Düsseldorf will auf Wunsch des Seniorenrates den Service auf dem drittgrößten Friedhof einrichten. Aber muss das Fahrzeug auch für en Straßenverkehr zugelassen sein?

Die Stadt wird auch auf dem Friedhof Stoffeln ein Friedhofsmobil anschaffen, mit dem ältere oder gehbehinderte Besucher zu Grabstätten gefahren werden. Der Ausschuss für öffentliche Einrichtungen hat am Montag einstimmig einen Antrag des Seniorenrates gebilligt. 2015 war das erste Mobil auf dem Nordfriedhof als Pilotprojekt gestartet, im Mai vergangenen Jahres wurde dieser Service auch auf dem Südfriedhof eingeführt.

Von einem „erfolgreichen, wunderbaren Projekt“, sprach Doris Törkel, die Leiterin des Garten-, Friedhofs- und Forstamtes, auch in der Politik stieß es auf viel Sympathie. Allerdings sind zunächst noch einige Fragen zu klären. So ist vor allem noch unklar, welche Art Fahrzeug auf dem drittgrößten Friedhof der Stadt in Stoffeln (43 Hektar) zum Einsatz kommen soll. Der Seniorenrat wünscht sich eines, das auch für den normalen Straßenverkehr zugelassen ist, Begründung: Die nächsten Haltestellen der Rheinbahn seien 500 bis 800 Meter vom Haupteingang entfernt, deshalb solle das Friedhofsmobil Besucher auch dort abholen können. Damit wäre das Fahrzeug allerdings teurer, deshalb wird nun zunächst geprüft, ob es nicht andere Möglichkeiten gibt – Rüdiger Gutt (CDU) schlug zum Beispiel vor, dass die Rheinbahn die Lage ihrer Haltestellen hinterfragt.

Ebenfalls noch zu verhandeln ist, ob auch in Stoffeln Personal der Zukunftswerkstatt Düsseldorf (ZWD) zum Einsatz kommen kann. Törkel sagte, dass die Personalkosten für diesen Fahrservice im Falle einer Ausweitung auf drei Friedhöfe bei insgesamt 21 000 Euro lägen. Die Stadt will deshalb versuchen, auch private Sponsoren einzubinden, wie es bereits beim Friedhofsmobil für den Südfriedhof gelungen ist.

Mehr von Westdeutsche Zeitung