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Stadt Düsseldorf stellt Haus für Ateliers zur Verfügung

Kultur in Düsseldorf : Stadt stellt Haus für Ateliers zur Verfügung

Das ehemalige Geschäftsgebäude einer Papierfabrik mit 14 Einheiten soll für zehn Jahre an eine Künstlervereinigung übergeben werden.

(arc) Die Stadt will das Gebäude an der Kölner Straße 164 Künstlern als Ateliers zur Verfügung stellen. Dabei handelt es sich um das ehemalige Geschäftsgebäude der Papierfabrik Müller & Brocatti. Das Haus ist inzwischen leergezogen und besteht bei einer Bruttogeschossfläche von
1155 Quadratmetern aus fünf Vollgeschossen, es ist unterkellert und hat ein nicht ausgebautes Dachgeschoss. Nach Übertragung der Liegenschaft vom Amt für Gebäudemanagement auf das Kulturamt 2020 sollen hier 14 neue Atelierräume – circa 480 Quadratmeter Atelierfläche und rund 60 Quadratmeter Gemeinschaftsfläche sowie ein 100 Quadratmeter großer Ausstellungsraum – realisiert werden. Die Atelierräume sind jederzeit zugänglich, abschließbar, verfügen über Tageslicht, Strom, Beleuchtung, Heizung und eine Lüftungsmöglichkeit.

Das Kulturamt beabsichtigt, das Gebäude mittels eines unentgeltlichen Gebäudeleihvertrags für zunächst zehn Jahre an eine Künstlervereinigung (Verein oder Genossenschaft) zu übergeben. Die Verantwortung für das Gebäude würde somit den Künstlern übertragen. Die Vergabe erfolgt per Ausschreibung. Der Kulturausschuss stimmt über die Beschlussvorlage der Verwaltung am Donnerstag, 15. April, ab.

Zu den Vergabekriterien gehört ein inhaltlich und finanziell tragfähiges Konzept, das den laufenden Betrieb und die Instandsetzungsmaßnahmen umfasst. Zusätzlich zum Gebäudeleihvertrag soll ein Kooperationsvertrag abgeschlossen werden, der den Betreiber verpflichtet, die Vergabe der Ateliers entsprechend den Richtlinien der städtischen Atelierförderung vorzunehmen. Ziel ist es, das Gebäude kostenneutral für die Stadt, aber wirtschaftlich für den Betreiber zu entleihen und bezahlbaren Atelierraum zu schaffen.

Die einmaligen Instandsetzungskosten zur Ertüchtigung des Gebäudes werden auf rund 100 000 Euro geschätzt. Zur Deckung der Instandsetzungskosten hat die Bezirksvertretung 3 bereits Mittel in Höhe von
30 000 Euro bereitgestellt.