Eissport Stadt Düsseldorf legt Pläne für neue Eishalle in Benrath vor - Eröffnung 2020

Düsseldorf · Der Bau einer neuen Eisporthalle nimmt Form an. Die Vorlage der Stadt sieht eine jährliche Mietzahlung von 640.000 Euro an die IDR als Bauherr vor – und das 30 Jahre lang. Die Politik hat aber noch viele Fragen.

 So könnte die neue Eishalle an der Kappeler Straße aussehen.

So könnte die neue Eishalle an der Kappeler Straße aussehen.

Foto: IDR

Der Bau einer neuen Eishalle im Industriegebiet an der Kappeler Straße in Benrath wird konkret. Am Mittwoch beraten im Rathaus der Sport- und der Liegenschaftsausschuss hinter verschlossenen Türen die vertrauliche achtseitige Vorlage von Stadtdirektor Burkhard Hintzsche, die der WZ vorliegt. Eine im Düsseldorfer Süden besonders vehement und häufig gestellte Forderung verspricht die Stadt zu erfüllen: Den nahtlosen Übergang zwischen der Schließung der alten Halle in der Paulsmühle und der Eröffnung der neuen Ende 2020.

Ob die Politiker die Vorlage, die bereits den weitgehenden Ausführungs- und Finanzierungsbeschluss darstellt, schon am Mittwoch absegnen, ist fraglich. Zu viele Fragen seien noch ungeklärt, hieß es am Abend etwa bei den Grünen, das reiche von der Finanzierung der Halle über den  Grundstücksverkauf Paulsmühle bis zur Frage, ob es eine Photovoltaikanlage auf dem Dach geben wird.

Hier die wesentlichen Punkte aus der Vorlage.


Kosten / Finanzierung
: Investor und Bauherr der neuen Halle soll die Stadttochter IDR sein. Deren Baukosten werden grob auf zehn Millionen Euro geschätzt. Die IDR vermietet dann die Eishalle für 640 000 Euro im Jahr, die Mietdauer liegt bei 30 Jahren. Unterm Strich steht da eine Summe von 19,2 Millionen Euro, die freilich mit zwei oder drei Prozent pro Jahr „abgezinst“ werden muss.

Noch offen ist allerdings, wer denn der Mieter sein wird. Bleibt es die Stiftung der Stadtsparkasse Düsseldorf oder muss die Stadt selbst ran? Aus dem Rathaus ist zu hören, man verhandele noch mit der Sparkasse. Klar ist aber, dass die Stiftung nicht die gesamte Miete wird übernehmen können, Hintzsche geht in der Vorlage von einem deutlichen Zuschuss durch die Stadt aus. Denn zusätzlich sind noch einmalig 800 000 Euro für die Innenausstattung der Halle sowie jedes Jahr 250 000 Euro Betriebskosten aufzubringen. Ebenfalls noch ungeklärt ist, wie viel Geld die Stadt beziehungsweise die Stiftung als Eigentümerin zur Gegenfinanzierung durch den Verkauf des alten Eishallen-Grundstücks an der Paulsmühlenstraße (dort sollen Wohnungen entstehen) erzielt.


Nutzung Die neue Eishalle soll wie die alte der Öffentlichkeit (rund 20 Laufzeiten an sieben Tagen), Schulen (derzeit 45 Klassen in der Woche) und Vereinen im Eishockey (u.a. Düsseldorfer Devils) sowie Eiskunstlauf zur Verfügung stehen.

Raumplanung Die von den Architekten Kohnen und Steinwachs entworfene Halle wird sich in ihrer Struktur weitgehend an der alten orientieren. Knapp 200 Steh- und Sitzplätze sind rund um die Eisfläche vorgesehen, bei Bedarf könnten zusätzlich mobile Tribünen installiert werden.


Bau Baubeginn soll im September 2019 sein. Im ersten Bauabschnitt entsteht im hinteren Bereich des Grundstücks an der Kappeler Straße die Eishalle. Derzeit befindet sich dort noch eine städtische Flüchtlingsunterkunft, die aufgegeben wird. Auf dem vorderen Teil steht ein Bürogebäude, das bis 2020 von der Hauptschule Benrath genutzt wird und erst dann für den Parkplatz abgerissen werden kann.

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