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Sparkassen-Chefin schießt Vogel auf der Rheinkirmes

Sparkassen-Chefin schießt Vogel auf der Rheinkirmes

Beim Presseschießen traf sich die Lokal-Prominenz auf dem Festplatz. Die Siegerin heißt Karin-Brigitte Göbel.

Düsseldorf. Wenn bei der „Großen Kirmes am Rhein“ das Gäste- und Presseschießen auf dem Programm steht, dann ist der Lokal-Promi-Auflauf gewaltig. Die Einladungen sind ziemlich begehrt und so mancher versucht, noch nachträglich auf die Gästeliste zu kommen, wenn er denn keine Einladung bekommen hat.

„Ich will meinen Titel als Gästekönig in diesem Jahr verteidigen“, hatte Manfred Abrahams, Vorstand bei den Stadtwerken noch erklärt. Allerdings war er diesmal nicht zielsicher genug. Er musste seine Königskette abgeben - und zwar an eine Königin. Denn seine Nachfolgerin wurde Karin-Brigitte Göbel, die Vorstandsvorsitzende der Stadt Sparkasse Düsseldorf. „Seit zehn Jahren schieße ich nun schon mit und heute hat es endlich geklappt“, freute sich Göbel. Für sie sei es eine große Ehre, die Kette zu tragen, denn schließlich unterstütze das Geldinstitut das Brauchtum sehr.

Bei den Pressevertretern zog sich das Schießen ganz schön in die Länge, bevor WDR-Moderator Renè le Riche als neuer König feststand. Was Heike Schuster, Sprecherin bei der Rheinbahn, zu der süffisanten Bemerkung veranlasste: „Da macht man mal einmal nicht mit und schon klappt das hier nicht.“ Sie konnte sich die Bemerkung erlauben, schließlich hatte sie hier schon zweimal gewonnen. Etwas wehmütig war dagegen Eckhard Lander, stellvertretender Leiter der Rheinbahn-Pressestelle. „Das wird wohl mein letztes Presseschießen sein. Im kommenden Mai gehe ich in den Ruhestand.

Den großen Strahlemann gab aber Schützen-Chef Lothar Inden ab, der ein Fazit der bisherigen Kirmes-Tage zog: „Wir verzeichnen ein dickes Besucherplus und die Kirmes ist unglaublich friedlich, besser könnte es gar nicht laufen. Das bestätigt unseren Ruf als Familienkirmes.“

Einen etwas kürzeren Stopp legte Robert Schäfer, Vorstandsvorsitzender bei Fortuna Düsseldorf, auf der Kirmes ein. „Ich hab zur Zeit unheimlich viel zu tun. Ich führe viele Gespräche mit Spielern, Sponsoren und Presse. Der Aufstieg macht sich auch bei der Arbeitsmenge bemerkbar. Aber das ist nicht schlimm, wir wollten das ja alle.“ Ein Urlaub mit der Familie ist wahrscheinlich erst im Herbst drin.

Sichtlich gut gelaunt sprachen Stadtdirektor Burkhard Hintzsche und Ex-Fortuna-Präsident Peter Frymuth miteinander. Es ging um den großen Erfolg des Skateparks in Eller. Und daran ist ja auch Frymuth beteiligt, der im richtigen Leben Verwaltungsstellenleiter in Eller ist. „Das hat uns selbst ein bisschen überrascht und bis Donnerstag ist sogar ein Teil der Nationalmannschaft zum Training in Eller, um sich auf die deutschen Meisterschaften im September vorzubereiten.“

Zum ersten Mal präsentierte Angela Erwin ihren Nachwuchs auf der Kirmes. Söhnchen Max nahm das Interesse aber gelassen hin. Demnächst geht es in den ersten gemeinsamen Familienurlaub nach Gran Canaria. Die Belastung als Landtagsabgeordnete, Anwältin und Mutter schlaucht ganz schön. „Das ist sicherlich sehr anstrengend funktioniert aber ganz gut. Es ist mehr eine organisatorische Herausforderung, würde aber ohne die beiden Omas absolut nicht klappen.“

Natürlich war auch die Karnevalsabteilung gut vertreten. Allerdings zog es Ellen Schlepphorst (Jugendbeauftragte beim CC), Michael Laumen (CC-Präsident) und Thomas Stelzmann (Adjutantur) bei den warmen Temperaturen mehr in den Schatten.