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Sonnenfinsternis: Ausgehverbot für Kitakinder

Sonnenfinsternis: Ausgehverbot für Kitakinder

Wegen Gefahr für die Augen bleiben die Kinder am Freitag in abgedunkelten Räumen.

Düsseldorf. Düsseldorfer Kindergartenkinder werden die Sonnenfinsternis am Freitag nicht miterleben: Denn die Kindertageseinrichtungen bewahren ihre Schützlinge vor dem gefährlichen Blick in den Himmel. Wie berichtet, verfahren viele Schulen ähnlich.

„In unseren 21 Kitas bleiben die Kinder während der Sonnenfinsternis in ihren Gruppenräumen. Wenn es die Situation erfordert, werden auch die Vorhänge zugezogen“, sagt Awo-Mitarbeiter Ludwig Ruppert. Den Kindern spezielle Schutzbrillen aufzusetzen, damit sie das Naturereignis beobachten können, sei in keiner Kita angedacht gewesen. „Dafür sind die Kinder noch zu klein. Sie würden sich die Brillen eventuell herunterreißen“, sagt Ruppert. „Dieses Risiko können wir nicht eingehen.“

Auch die städtischen Kindertageseinrichtungen halten sich an die Empfehlungen des Ministeriums, die Kinder vom Blick in den Himmel fernzuhalten. Zum Zeitpunkt der größten Bedeckung der Sonne, um 10.40 Uhr, aber auch davor und danach dürfen sich die Kinder nicht draußen aufhalten. „Die Erzieher werden sie vom Fenster fernhalten und mit Spielen ablenken“, sagt Stadtsprecher Michael Bergmann. Alle Kindergärten seien über die Sonnenfinsternis und die Schutzmaßnahmen informiert worden.

„Es ist nicht die erste Sonnenfinsternis, die die Kitas erleben. In der Vergangenheit ist es bisher nie zu Problemen gekommen“, sagt Bergmann. Durch das Schreiben des Ministeriums sei das Gefahrenbewusstsein nun aber noch einmal geschärft worden.

Die Sonnenfinsternis ist am Freitag bei gutem Wetter ab etwa 9.30 Uhr sichtbar, sie endet um etwa 11.50 Uhr.