So wird man OSD-Mitarbeiter in Düsseldorf

Sicherheit : So wird man OSD-Mitarbeiter

Bis zum 12. Oktober können Interessierte sich für den Ordnungs- und Servicedienst bewerben. Dazu gehören besondere Arbeitszeiten.

Wer im Beruf eine gesunde Mischung von Theorie und Praxis sucht, kann sich beim Ordnungs- und Servicedienst Düsseldorf (OSD) bis zum 12. Oktober für die Stelle als Verwaltungsfachangestellter im Ermittlungs- und Vollzugsaußendienst bei der Stadt bewerben.

Dabei ist dieser laut der Verantwortlichen nicht so langatmig wie sein Name vermuten lässt: Dreimal pro Woche ist man im Außendienst tätig, wo man zum Beispiel Drogenhändler aus dem Verkehr zieht und Genehmigungen von Gewerben wie Restaurants auf ihre Richtigkeit prüft. Die anderen Tage lernt man schulisch Gesetzesgrundlagen: „In Seminaren wird uns gezeigt, wie wir bei Widerstand vorgehen müssen und deeskalierend unsere Handlungskompetenzen anwenden“, sagt Ürun Yücel, der im zweiten Ausbildungsjahr ist.

Die Verwaltungskomponente kam 2008 dazu: Beispielsweise überprüft man im Jobcenter Anträge auf Sozialleistungen.

Was ist wichtig als aufstrebender Mitarbeiter des Ordnungs- und Servicedienstes? Vor allem Teamgeist, psychologische Festigkeit und die Bereitschaft, zwischen 6.30 Uhr morgens und 1.30 Uhr nachts im Zweischichten-System zu arbeiten.

Mit dem neuen Prinzip „Aufgaben, Attraktivität, Aus- und Fortbildung, Ansehen (AAAA)“ möchte die Stadt mehr Menschen für den Beruf des Ordnungshüters begeistern. Das bedeutet: Mehr Präsenz zeigen – wie vergangenen Donnerstag am Schadowplatz bei einer Bürgersprechstunde.

Für den Job kann sich jeder Erwachsene bewerben, der mindestens einen Hauptschulabschluss hat. Das Einstellungsverfahren ist dabei für alle gleich, die Qualitätsanforderungen sind hoch: „Von ca. 500 Bewerbungen vom letzten Jahr bestanden insgesamt neun unsere Prüfungsverfahren – und das bei 15 offenen Stellen. Unsere Auszubildenden kommen aus allen Bildungsniveaus: von Hauptschülern bis zu Abiturienten“, sagt Christian Zaum vom Verwaltungsvorstand der Stadt.

Jana Großmann, Auszubildende im letzten Jahr, reflektiert: „Man trifft immer auf komplett unterschiedliche Menschen, ob man zum Beispiel auf Streife ist oder die Auflagen eines Restaurants kontrolliert. Die Abwechslung ist das Beste am Beruf.“

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