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So war das Düsseldorfer Golzheim-Fest

So war das Düsseldorfer Golzheim-Fest

Ina Schulz, Mitorganisatorin des Golzheim-Festes, erzählt im Interview, wie sie das im Vorhinein von Rückschlägen gebeutelte Fest erlebt hat.

Düsseldorf. Das Golzheim-Fest — es hatte kein einfaches Jahr. Erst der plötzliche Tod von Hauptinitiator und Organisator des Bandprogramms Henry Storch Anfang des Jahres, dann musste für den am Ende nie dagewesenen Ed Sheeran auch der ursprüngliche Termin am 22. Juli verschoben werden. Jetzt aber, an diesem Wochenende, konnte das Fest mit Musikprogramm am Samstag und Trödelmarkt am Sonntag unter der Theodor-Heuss-Brücke endlich stattfinden. Wie lief es nach all den Ereignissen? Mit unserer Redaktion hat Mitorganisatorin Ina Schulz darüber gesprochen.

Frau Schulz, wie war Ihr Wochenende?

Ina Schulz: Das war sehr zufriedenstellend. Am Samstag war der Platz komplett voll, und das schon früher als im Vorjahr, das Pils war am Abend restlos ausverkauft.

Aber Altbier gab es noch?

Schulz: In der Tat, ja. Und das in Düsseldorf (lacht).

Wie lief es sonst?

Schulz: Alles war sehr friedlich, es waren aber genug Leute da, besser hätte es nicht sein können. Nur die Bahn hat uns am Samstag etwas im Stich gelassen, die Musiker der Berliner Band „Sons of Time“ sind mit fünf Stunden Verspätung erst hier aufgeschlagen. Das war dann etwas aufregend, wir mussten umdisponieren und die Jungs direkt nach ihrer Ankunft auf die Bühne scheuchen. Am Ende haben sie dann 40 Minuten später als es der Plan war gespielt, und danach haben wir erst mal gemeinsam eine Pause gemacht, damit die Ärmsten runterkommen.

(Am Sonntag war dasnn der Trödelmarkt. Foto: nel)

Das erste Golzheim-Fest ohne Henry Storch. Wie geht es Ihnen damit?

Schulz: Am Samstagabend haben vier DJs, langjährige Wegbegleiter von Henry, zum Schluss aufgelegt. Und das war schon sehr komisch. Die ganzen Lieder, die man mit ihm verbindet. Klaus Fiehe, der Moderator, hat vor dem Auftritt von „Love Machine“ auch ein paar Worte zu Henry gesagt. Aber das Eigenartigste war eigentlich, dass er nicht hier rumläuft, dass er nicht jeden Moment um die Ecke kommt.

Jetzt gab es das Golzheim-Fest ja gezwungenermaßen Anfang September. Wie war der Termin?

Schulz: Der hatte Vor- und Nachteile. Am Ende konnten jetzt ein paar Bands, die wir für den eigentlichen Termin angefragt hatten, nicht spielen. Aber wir hatten auch Glück: Wenn ich mich recht entsinne, hatten wir an dem Juli-Wochenende 40 Grad. Das wäre allein für unsere Gastronomen sehr schwierig geworden, dann isst ja kaum einer was. Jetzt waren einige Stände am Samstag schon so leergegessen, dass für Sonntag nachgeordert werden musste. Wir hatten jetzt perfektes Wetter. Auch für den Trödelmarkt waren es sehr angenehme Bedingungen. Das Schicksal war uns gewogen.

Das klingt sehr versöhnlich. Sie hegen also keinen Groll gegen die Stadt wegen der ganzen Umplanerei?

Schulz: Überhaupt nicht. Solche Dinge passieren eben, dieses Mal hat es uns getroffen. Und die Stadt hat uns im Nachhinein ja auch sehr unterstützt.

Gefällt Ihnen der Termin im Spätsommer so gut, dass er jetzt auch in Zukunft in Frage kommt?

Schulz: Eher nicht, glaube ich. Wir mögen den Juli-Termin allein schon wegen dem Kirmes-Feuerwerk so sehr.

Werden Sie denn im nächsten Jahr irgendetwas ändern, anpassen müssen?

Schulz: Der Verein vom Golzheim-Fest trifft sich jetzt in den nächsten Tagen und spricht genau darüber. Wir haben jetzt in etwa unsere Kapazitätsgrenzen erreicht, was die Besucher angeht (Anm.: genaue Zahlen lagen gestern noch nicht vor). Und wir haben auch schon ein paar Ideen. Am Grundkonzept soll sich aber nichts ändern.