So rasant wachsen Düsseldorfs Baustellen

So rasant wachsen Düsseldorfs Baustellen

An vielen Stellen in Düsseldorf gibt es Großbaustellen. Ein Überblick über die Fortschritte - von der Innenstadt bis zum Medienhafen.

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p class="text"><h2>Gustaf-Gründgens-Platz: Das Schauspielhaus wird noch bis ins Jahr 2019 saniert — das Ingenhoven-Tal neu gebaut

Das Schauspielhaus ist fast nackt. Die Fassade wurde — abgesehen vom Bühnenturm — entfernt. Die Erneuerung kostet samt neuem und dann begrüntem Dach 19 Millionen Euro. Die Haustechnik war bereits für 20 Millionen instand gesetzt worden. Für zwölf Millionen werden zudem die öffentlichen Bereiche neu gestaltet. Sechs Millionen Euro vom 7,9 Millionen Euro betragenden Anteil der Stadt spenden Bürger. Die Stadt geht weiterhin davon aus, dass der reguläre Spielbetrieb im Herbst 2019 wieder aufgenommen werden kann. Zurzeit laufen im Haus die Stücke „Lazarus“ und „Der Sandmann“.

(Eine Simulation des geplanten Ingenhoven-Tals. (Simulation: Ingenhoven))

Vor dem Schauspielhaus entstehen ein kleines und ein großes Gebäude von Christoph Ingenhoven, die gegenüberliegende Fassaden kippen schräg weg, um den Blick aufs Schauspielhaus freizugeben. Einziehen sollen Handel, Gastronomie und Büros. Anfang 2020 sollen die Arbeiten abgeschlossen sein. Knapp ein Jahr nach dem ersten Spatenstich wachsen die Gebäude noch nicht in die Höhe.

(Die Baustelle an der Messe. (Foto: Ansgar Maria van Treeck))

Der Konferenzriegel der neuen südlichen Messe ist bereits sichtbar. Der wird mit einer transparenten Brücke mit dem bestehenden Kongress-Zentrum verbunden. Daneben entsteht dann die 20 Meter hohe neue Halle 1, die mit 12 000 Quadratmetern Fläche die beiden alten Hallen 1 und 2 ersetzt. Die Betonschale ist nahezu fertig, bald gehen dort die ersten Stahlstützen und dann Wände in die Höhe. 158 Meter lang und 77 Meter breit wird die neue Halle. Dann werden erste Fortschritte am neuen überdachten Eingang sichtbar.

(So soll der neue Südeingang der Messe einmal aussehen. (Simulation: Messe))

Dort entsteht ein 20 Meter hohes Vordach aus rombenförmigen Glaselementen, mit der Vorfahrt darunter. Das 17,5 Meter hohe neue Foyer wird 2000 Quadratmeter groß sein. Im nächsten Jahr soll der neue Südeingang der Messe fertig werden. 140 Millionen Euro gibt die Messe für das Projekt aus.

(Das ist der Stand der Bauarbeiten des Projekts Fürst&Friedrich. (Foto: ale))

Nach dem Abriss der ehemaligen West-LB-Zentrale am Fürstenwall blieb ein kleiner Teil der historischen Naturstein-Fassade stehen. Sie wird ins neue Gebäude integriert. Fürst &Friedrich heißt das 100-Millionen-Euro-Projekt. Auf 15 000 Quadratmetern sollen ab Sommer 2019 Büros, Events und Gastronomie einziehen.

(Eine Simulation des fertigen Gebäudes. (Simulation: SOP Architekten))

Ein Drittel der Fläche hat ein Anbieter für flexible Arbeitsplätze (Co-Working-Space) angemietet. An der Ecke zur Talstraße wächst das Gebäude bereits in die Höhe, der Rohbau hat dort das erste Stockwerk erreicht. Zur Friedrichstraße hin ist das noch nicht der Fall.

(Der Rohbau ist jetzt im zweiten Obergeschoss angekommen.

Der Abriss hat sich angesichts der benachbarten Gebäude schwieriger dargestellt und dem Projekt eine Verzögerung von einem halben Jahr eingebracht. Jetzt geht es an der Ecke Breite Straße/Benrather Straße besser voran, wie Benjamin Biehl, NRW-Niederlassungsleiter des Investors Hines, sagt. (2014 hatte das Immobilienunternehmen den Block zwischen Kö 45 bis 55 — etwa Deutsche Bank — sowie Breite Straße 20 bis 34 gekauft.) Der Rohbau ist jetzt im zweiten Obergeschoss angekommen.

(Eine Simulation des fertigen Gebäudes an der Ecke Breite Straße/Benrather Straße. (Simulation: Hines))

Biehl hofft, dass die Arbeiten Anfang nächsten Jahres abgeschlossen werden. 20 000 Quadratmeter von insgesamt 55 000 werden dann im Kö-Quartier neu entstanden sein. 75 Prozent der Büroflächen sind bereits vergeben. „Ich denke, dass wir Ende des Jahres voll sind. Es herrscht eine enorme Nachfrage nach Flächen in der City“, sagt Biehl. Noch offen ist, welcher Einzelhandel ins Erdgeschoss zieht.

(Die Grube vor dem Commerzbank-Turm (Foto: ale))

Eine Baugrube liegt vor dem ehemaligen Commerzbank-Turm von Paul Schneider-Esleben. Investor Hines hatte ihn mit dem bereits abgerissenen Gebäude daneben gekauft. Wie er mal genutzt wird, ist laut Benjamin Biehl von Hines offen. Entkernt ist er schon. Der Neubau daneben soll Mitte 2019 fertig sein, der Turm etwas später.

(So soll der Neubau einmal aussehen. (Simulation: Hines))

„Zwischen den Gebäuden entsteht ein kleiner Platz, wo sich Gastronomie ansiedeln soll. So wollen wir die Kasernenstraße beleben“, sagt Biehl. Das weiter südlich angrenzende Carlsquartier ist schon weiter, der Rohbau abgeschlossen. Dort ziehen laut Biehl im Spätsommer die ersten Mieter ein.

(So sieht die Trivago-Baustelle aus. (Foto: ale)) 

Die Fenster sind drin, der Innenausbau läuft: Der 200-Millionen-Euro-Bau für 2000 Trivago-Mitarbeiter am Fuße der Speditionstraße hat Form angenommen. Laut Immofinanz-Sprecherin Bettina Schragl liegen die Arbeiten im Zeitplan.

(Eine Simulation des fertigen Trivago-Komplexes. (Simulation: SOP Architekten))

„Die Außenanlagen werden wohl Ende August fertig, die offizielle Eröffnung steht im dritten Quartal 2018 an.“ Zum zweiten Bauabschnitt soll es in Kürze mehr Infos geben.

(Die Baustelle für das Projekt Win Win (Foto: ale))

Frankonia hat gerade mit den Bauarbeiten für die 60 Meter hohen Wohntürme begonnen. Mehr als eine große Baugrube ist noch nicht zu sehen. Aber die Wohnungen stehen schon zum Verkauf.

(So sollen die fertigen Win-Win-Gebäude aussehen. (Simulation: Kister Scheithauer Gross))

Im 16. Stockwerk (insgesamt 19) kosten drei Zimmer mit insgesamt 79 Quadratmetern Fläche 950 000 Euro. Ein Zimmer mit 36 Quadratmetern Größe kostet im zwölften Geschoss 357 000 Euro. Bezugstermin: 2020.

(Weit fortgeschritten sind die Arbeiten an dem Projekt Float. (Foto: ale))

Gleich neben Trivago, gegenüber dem UCI-Kino, ist der Gebäudekomplex „Float“ mit 28 000 Quadratmetern von Architekt Renzo Piano ebenfalls weit gediehen. Einziehen sollen die Mitarbeiter der Eon-Tochter Uniper laut Schragl ebenfalls im dritten Quartal dieses Jahres. Investitionsvolumen: 150 Millionen Euro.

(Eine Simulation des Gebäudekomplexes Float (Simulation: Immofinanz))

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