So könnte ein schöner Tag im Düsseldorfer Zoopark aussehen

Freizeit in Düsseldorf : Freizeit-Tipp: Ein schöner Tag im Düsseldorfer Zoopark

Der Park in Düsseltal – ideal für einen entspannten Frühlingstag, ob mit Kind, allein, zum Sport oder einfach nur, um die Seele baumeln zu lassen.

Wieso heißt der Zoopark eigentlich Zoopark? Nun, Düsseltaler, gewiss auch nahezu alle Düsseldorfer, werden es wissen. Doch bei Gästen, die unsere Landeshauptstadt noch nicht so recht kennen, sorgt dieser sonderbare Name schon immer noch für Irritationen. Und doch ist die Geschichte dahinter ganz einfach und sei hier der Vollständigkeit halber kurz berichtet. Der Zoopark, mitten im Herzen Düsseltals, war seinerzeit Düsseldorfs Zoologischer Garten. Seit 1876 hausten hier Tiere aus aller Welt und wurden von Menschen bestaunt und staunten wahrscheinlich auch nicht selten zurück. Doch, wenngleich wir hier nicht über die Haltungsbedingungen jener Zeit sprechen wollen, die sicherlich nicht rosig waren, endete diese Tierpark-Idylle im Schrecken des Zweiten Weltkrieges. Der Zoo wurde von Bomben getroffen, mehr als hundert Tiere kamen ums Leben. Am 2. November 1944 wurden der Zoo und das dortige Museum vollkommen vernichtet. Das Ende des Tiergartens war besiegelt und die Nachfolge trat das Aquazoo-Löbbecke-Museum an.

Aus dem Zoo wurde ein Park; ein ganz normaler, städtischer Park mit einem großen Teich, Spielplätzen, Wiesen und sogar Kunstwerken. Wenngleich sich hie und da noch Spuren des alten Zoos entdecken lassen. Wie etwa der ehemalige Gemsberg oder die Reste der Freitreppe am westlichen Ufer des Teiches, in dessen Mitte sich übrigens eine etwas mysteriöse, verwunschene Insel befindet.

Die neuen Liegebänke gewähren ein zauberhaftes Panorama auf den Zooteich, der von einigen Wasservögeln bevölkert wird. In dessen Mitte die kleine, etwas geheimnisvolle Insel. Foto: Christian Oscar Gaszi Laki

Der Park ist gut zu erreichen, mit dem Auto und auch mit der Bahn

Der Park eignet sich wunderbar für Familien, die einen entspannten Tag bei sommerlichem oder frühlingshaftem Wetter verbringen wollen, wird aber auch sehr gerne von Joggern genutzt, die durch die verschlungenen Wege ihre Runden drehen. Richtig romantische Ecken gibt es hier natürlich auch. Rund um den Park finden sich reichlich Parkplätze, etwa in der Faunastraße, ausgehend von der Brehmstraße neben dem Eisstadion, das zum kühlen Schliddern einlädt, oder auch an der nördlichen Grunerstraße. Ideal zu erreichen ist der Park, wenn man nicht ohnehin in Laufnähe wohnt, auch durch öffentliche Verkehrsmittel. Am Brehmplatz halten sowohl die 706, 708 als auch die U71 oder die Buslinien 725, 812.

Der Wasserspielplatz mit Sandkasten und Spielgeräten ist eine Attraktion für Kinder. Foto: Christian Oscar Gaszi Laki

Ein schöner Anfangspunkt für einen kleinen Rundgang ist somit durchaus der Brehmplatz, wo noch der Zoopavillon von den früheren Zeiten zeugt. Dort lassen es sich vor, während oder nach einem ausgiebigen Spaziergang durch den Park zwischen 10 und 18 Uhr (Montag Ruhetag) Kleinigkeiten essen oder auch das eine oder andere Getränk zu sich nehmen.

Dieser umgekippte alte Baum blüht teilweise immer noch. Doch sein Zustand ist nicht etwa dem Sturm Ela zu verdanken, denn er diente genau so schon in den 80ern Kindern als Kletterbaum. Foto: Christian Oscar Gaszi Laki

Hinter der Gabelung nach dem Eingang teilt sich der Weg in zwei Hälften, zur Linken führt der Weg an einem Hundeplatz vorbei. Dort steht auch der kultige alte, umgekippte Baum, dessen Lebensgeister aber noch nicht ganz gewichen sind. Generationen von Kindern haben seinerzeit an diesem Baum geklettert. Auch der Autor dieser Zeilen hat hier seine ersten Kletterversuche gemacht. Am Eisstadion entlang, mit schönem Blick auf den Teich, mit neuen Liegebänken, und über eine nicht minder idyllische Brücke über die Düssel Richtung Spielplatz und Bolzplatz, geht es weiter. Am Hügel des Spielplatzes standen früher Holztürmchen und ein großes Holzschiff – diese sind schon lange gewichen, doch heute erwartet die Kleinen dort ein Kletternetz, Sandkasten und Schaukeln. Folgt man von da aus nach rechts den Weg weiter am Tennisclub 1913 vorbei entlang der nördlichen Düssel, so gelangt man zu dem großen Wasserspielplatz an der Ecke Gruner-/ Mathildenstraße. Dort kann man bei warmem Wetter nach allen Regeln der Kunst mit Wasser und Matsch experimentieren, natürlich gibt es hier auch Möglichkeiten zum Klettern und Bänke für erschöpfte Eltern. Wenige Schritte weiter erwartet Kinder zudem noch eine Rutschen- und Schaukelanlage, die auch die ganz Kleinen zufrieden stellen dürfte.

Wieso nicht auf den Wiesen oder unter einem Baum ein Picknick wagen? Oder die weich geschwungene Landschaft nutzen, um sonnenbadend den Tag an sich vorbeiziehen zu lassen. Ein metallenes Vorbild für eine nicht unbedingt bequeme Liegeposition gibt es auch. Der „Liegende Mann“ von Kurt-Wolf von Borries schmückt die Wiese unweit der Straßenbiegung der Faunastraße. Davon wenige Schritte südwärts wartet die Sandsteinskulptur „Affe“ von Johannes Knubel auf den Flaneur, dort gibt es auch Turngeräte für erwachsene Bewegungssehnsüchtige. Man sagt sich, dass diese etwas grimmige Figur bei so manchem Kind schon zu durchaus erheblichen Schreckmomenten geführt haben soll. Der Autor dieser Zeilen schließt sich da mit ein. Übrigens, so einiges erstrahlt im Zoopark wiederum in neuem und freundlichem Glanz, die Sanierungsarbeiten seit 2016 haben deutlich positive Spuren hinterlassen. Neu ist auch ein Boulespielfeld an der Faunastraße. Der Park entwickelt sich, wird schöner. Im Gegensatz zum Sturm Ela, der 2014 Teile des historischen Baumbestands zerstörte.

Im 13 Hektar großen Zoopark lässt sich vieles entdecken, ein Besuch lohnt sich auf jeden Fall für jedes Alter, ob mit Hund, Kind oder lustwandelnd ganz allein.

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