So haben die Nachbarn die Zurheide-Eröffnung erlebt

So haben die Nachbarn die Zurheide-Eröffnung erlebt

Der erste Verkaufstag im neuen Supermarkt Zurheide aus einer anderen Perspektive - von der anderen Straßenseite aus.

Düsseldorf. Es wollen alle hinein an diesem Vormittag. Hinein in den Supermarkt der Superlative, den Rüdiger Zurheide an der Berliner Allee eröffnet hat. Der erste Verkaufstag lockt am Donnerstag zahlreiche Neugierige in das Innere des Marktes, und auch von außen zieht der gewaltige Neubau alle Blicke der Passanten auf sich. Ein ganz schönes Spektakel, mitten in der Innenstadt.

Björn Frank ist gespannt, wie voll es am Wochenende wird. Foto: Gabi Kowalczik

Einen Logenplatz, um dieses Spektakel zu beobachten, hat Perihan Dogan am Mittag. Im italienischen Restaurant „Da Noi“, in dem sie arbeitet, ist es zwar rappelvoll. Zwischendurch bleibt aber immer auch ein wenig Zeit für einen Blick quer über die Kreuzung hin zum neuen Supermarkt. Den ganzen Tag über sieht sie, wie Männer, Frauen, ganze Familien, Kinder und Jugendliche in das Gebäude strömen. Regenschirm an Regenschirm drängeln sich die Kunden vor der Tür, müssen oft erst einmal warten, bis sie hinein können, müssen andere erst einmal mit ihren vollen Einkaufstauschen wieder hinaus lassen. So viele Leute hat Perihan Dogan wirklich schon lange nicht mehr an der Kreuzung gesehen.

Christopher Kossendey möchte demnächst die Gastronomie testen. Foto: Gabi Kowalczik

Einen ganz anderen Ausblick auf das Geschehen am Eröffnungstag hat Rainer Ludewig. Einen auf den Wareneingang des Gebäudekomplexes nämlich. Direkt gegenüber an der Bahnstraße hat Ludewig sein Reisebüro. Der Blick auf den Zulieferbereich des Supermarktes ist an diesem Tag ein schöner für ihn. Endlich ist der Dreck weg, den er während der Bauzeit täglich ertragen hat. Auch die Toiletten für die Bauarbeiter wurden am Morgen vor Ladenöffnung noch weggeräumt. Bauchschmerzen bekommt Rainer Ludewig allerdings, wenn er sich bewusst macht, wie eng die Bahnstraße ist. Lkw und Radfahrer, das könnte böse enden, befürchtet er. Auf dem Schreibtisch hat Ludewig übrigens eine Tüte mit Brötchen liegen — gekauft im neuen Supermarkt.

Auch Björn Frank war am Morgen schon da und hat sich ein wenig umgeschaut. Nun arbeitet er gegenüber im Gravis-Laden. Frank ist schon gespannt auf das Wochenende, da wird es vermutlich richtig voll bei Zurheide, ist er überzeugt.

Christopher Kossendey hat den neuen Supermarkt am Mittag noch nicht gesehen, er hat in seinem Mage-Store an der Graf-Adolf-Straße zu tun. Viel vom Gewusel gegenüber bekommt er da auch gar nicht mit. Gedanken gemacht hat er sich aber schon: „Da haben wir demnächst neue Möglichkeiten fürs Mittagessen, das ist schon ganz praktisch.“ Kossendey will dem Markt eine Chance geben, auch wenn er immer noch ein wenig stinkig ist: Sein Hausverwalter hat die Miete angehoben. Begründung: Zurheide kommt.

Ein paar Häuser weiter arbeitet Michaela Beck in der Bäckerei Oehme. Immer wieder wandert ihr Blick durch die große Scheibe rüber zu Zurheide. Wenn sie Feierabend hat, möchte sie auch mal gucken gehen.