Düsseldorf Smartphone-Nutzung: Das eigene Verhalten prüfen

Düsseldorf. Das Smartphone ist für die meisten ein ständiger Begleiter geworden. Vor allem der Austausch von Neuigkeiten und die Kommunikation mit Freunden und Bekannten ist dadurch einfacher geworden.

Hat man das Handy zu Hause vergessen oder ist der Akku leer, haben wir als Nutzer schnell das Gefühl, eine Menge Informationen nicht mehr mit zu bekommen. Diese Sorge nennt man „fear of missing out“ - also die Angst, etwas zu verpassen.

Bei dieser Angst kann zum einen ein Gewöhnungseffekt, zum anderen Gruppendruck eine Rolle spielen. Eine neue Studie der Landesanstalt für Medien NRW (LfM) zeigt, dass zum Beispiel unter Jugendlichen oft die Erwartung an jeden einzelnen herrscht, schnell auf neue Nachrichten zu reagieren. Das führt dazu, dass man immer häufiger einen Blick auf das Gerät wirft, um nachzusehen, ob es etwas Neues gibt. Als Sucht ist die exzessive Smartphone-Nutzung offiziell zwar noch nicht anerkannt — sie kann aber abhängige Züge annehmen, zum Beispiel, wenn man durch das regelmäßige Handy-Checken schöne Momente wie ein „reales“ Treffen nicht mehr in Ruhe genießen kann.

Für Smartphone-Nutzer ist es wichtig, ihr Nutzungsverhalten immer wieder zu überprüfen und sich zu fragen: Ist es jetzt gerade notwendig oder überhaupt angebracht, auf mein Smartphone zu schauen? Muss ich über jede Neuigkeit per Push-Mitteilung informiert werden oder sehe ich lieber selbst nach, wenn ich Zeit dazu habe? Und, kann ich vielleicht auch mal für eine Weile ganz auf das Handy verzichten?

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