Düsseldorf: Sicherheitskonzept: Barrieren für die Altstadt

Düsseldorf: Sicherheitskonzept: Barrieren für die Altstadt

Als Teil des Sicherheitskonzeptes stehen jetzt Container am Burgplatz und am Bolker Stern.

Düsseldorf. Die Stadt hat nach dem Anschlag in Berlin das Sicherheitskonzept für die Altstadt noch einmal weiterentwickelt. Neben auch Mittwoch massiver Polizeipräsenz auf dem gesamten Weihnachtsmarkt will sie nun an sensiblen Stellen mit Containern als Barrieren verhindern, dass es dort zu einer Attacke mit einem großen Lastwagen wie am Montagabend in der Bundeshauptstadt kommen kann.

Einer der angemieteten Container steht mitten auf der Heinrich-Heine-Allee auf den stillgelegten Gleisen, die auf den Bolker Stern führen. Zwei weitere mit Bauschutt beladene, große Behälter der Firma Remondis stehen sich versetzt gegenüber auf der Mühlenstraße, kurz vor dem Burgplatz. Die Barrieren sollen verhindern, dass ein großes Fahrzeug entweder aus dem Kö-Bogen-Tunnel kommend in die Bolkerstraße oder über die Mühlenstraße auf den Burgplatz mit Riesenrad rasen kann.

Stadtsprecherin Kerstin Jäckel-Engstfeld: „Das ist eine im Rahmen der ständigen Anpassung des Sicherheitskonzeptes in Absprache mit der Polizei kurzfristig umgesetzte Maßnahme.“ Da das Konzept auch künftig permanent entwickelt werde, sei offen, wie lang die Container stehenblieben. Die Polizei gibt an, dass sie die Stadt vor allem bei der Auswahl der Orte für die Sicherheitshindernisse beraten hat.

Die Reaktionen in der Altstadt auf die neuen Vorkehrungen fielen Mittwoch vor allem positiv aus. Etwa von Frank Hermsen, Geschäftsführer Altstadt-Marketing: „Wir sollten unsere Lebensführung nicht ändern, aber wir sollten auf der anderen Seite alles für die Sicherheit tun, was möglich ist — ohne, dass das einen zu großen Eingriff in unser Leben darstellen würde.“

Und das sei bei diesen neuen Barrieren der Fall. „Sie stören nicht, vermitteln aber zumindest ein subjektives Sicherheitsgefühl.“ Auch Passant Detlef Sievers sagt: „Eine gute Idee. Das macht es möglichen Tätern zumindest etwas schwerer.“ Taxifahrer Ralf Simon hält die Sicherheitsvorkehrung ebenfalls „für sinnvoll“. Auch wenn nun auf der Mühlenstraße ein Verkehrshindernis entstanden sei. Gianni Araaci, der auf dem Burgplatz Glühwein verkauft, ist mit Blick auf die Wirksamkeit skeptisch. „Wo ein Wille ist, ist auch ein Weg.“ Dagegen könnten diese Hindernisse leider nichts ausrichten.