Düsseldorf: SEK-Einsatz nach Messerstecherei in Wersten

Düsseldorf : SEK-Einsatz nach Messerstecherei in Wersten

Täter sollte angeblich mit einer Pistole bewaffnet gewesen sein. Er stellte sich der Polizei.

Düsseldorf. Völlig aus dem Ruder ist am Montagabend ein Trinkgelage in einem Mehrfamilienhaus an der Kölner Landstraße gelaufen. Nach einem Streit wurde ein 20-Jähriger durch Messerstiche schwer verletzt. Danach stürmte ein Sondereinsatzkommando (SEK) eine Wohnung im gleichen Haus. Zu dem Zeitpunkt war der 22 Jahre alte Tatverdächtige aber schon geflüchtet. Zusammen mit seinem Vater stellte er sich am Dienstagmorgen der Polizei.

Nach den bisherigen Ermittlungen hielten sich fünf junge Männer im Alter zwischen 17 und 22 Jahren in der Wohnung auf und tranken reichlich Alkohol, darunter auch Hochprozentiges. Um kurz vor 20 Uhr kippte die Stimmung, es kam zum Streit. Dabei könnte es nach ersten Vernehmungen um eine Frau gegangen sein. Plötzlich soll der 22-Jährige seinen Kontrahenten in den Kopf gestochen haben.

Als die Polizei am Tatort eintraf, wurde der 20-Jährige schon von Rettungssanitätern versorgt. Das Opfer ist schwer verletzt, befindet sich aber nicht in Lebensgefahr. Zeugen berichteten, dass der mutmaßliche Täter in eine Wohnung in der vierten Etage geflüchtet sein soll — und dass er vermutlich über eine Schusswaffe verfügt.

Darum entschloss sich die Einsatzleitung, das SEK zu alarmieren. Gegen 22 Uhr wurde die Wohnung dann von den Spezialkräften gestürmt. Doch da war der 22-Jährige schon geflüchtet. Eine Fahndung verlief zunächst ergebnislos, bis er sich dann zusammen mit seinem Vater den Behörden stellte. Er wird seitdem intensiv vernommen. Die Staatsanwaltschaft ermittelt wegen eines versuchten Tötungsdeliktes gegen den jungen Mann. si

Mehr von Westdeutsche Zeitung