Düsseldorf-Eller: Seit 44 Jahren ist Friedhelm Brömm der Mann fürs Abenteuer

Düsseldorf-Eller: Seit 44 Jahren ist Friedhelm Brömm der Mann fürs Abenteuer

Friedhelm Brömm ist Mitbegründer des Abenteuerspielplatzes an der Heidelberger Straße, leitete ihn und gehört dem Förderverein an.

Düsseldorf. Friedhelm Brömm (67) wurde am 21. Oktober 1973 25 Jahre alt. An diesem Tag wurde der Abenteuerspielplatz Eller eingeweiht und Hunderte von Kindern und Eltern feierten die Eröffnung. Brömm gehört zu den Ideengebern des Platzes: „Ich war Student, als zwei Dozenten an der benachbarten Fachhochschule für Sozialpädagogik im Marie Juchacz-Haus ein Seminar für Psychologie und Bewegungserziehung anboten. Wir machten Planspiele und fuhren nach Amsterdam auf den Abenteuerspielplatz „Jongensland“. Auf der Rückfahrt meinten wir, es sollte nicht bei Planspielen belassen werden.“

Brömm gehört zu der 17-köpfigen Truppe, die alles vorbereitete. Er erinnert sich, wie er mit dem damaligen Stadtdirektor Karl Ranz und dem Dezernenten Albert Ilien durch den Schlosspark zog, auf der Suche nach einem Grundstück. „Gott sei Dank ist daraus nichts geworden, im Park hätten wir nie bauen dürfen.“

7000 Quadratmeter bekamen die Abenteurer von der Stadt. Das Grundstück war ein Reststück, das nach dem Bau der Heidelberger Straße abgeschnitten war. „Wir haben einen Zaun und eine kleine Holzhütte als Materialausgabe gebaut und losgelegt“, erinnert sich Brömm.

Er wurde Sozialpädagoge und übernahm von 1973 bis 1979 die Leitung der Einrichtung. Darauf zurückblickend meint er: „Es war gar nicht mein Wunsch, den Spielplatz zu übernehmen. Aber es hat mich fasziniert. Wer hat schon die Möglichkeit, sich seinen eigenen Arbeitsplatz zu schaffen?“ Später übernahm er die Leitung des Mutter-Kind-Heims in Derendorf. Immer aber gehört er dem Förderverein an, dem Träger des Abenteuerspielplatzes.

Noch heute kann er schwärmen: „Immer, wenn ich hier vorbeifahre und sehe die Spitzen der Hütten, überkommt mich eine Wärme. Dann sage ich mir, das hast du mit geschaffen und das gibt es noch immer. Oft gehen Initiativen zugrunde. In Mörsenbroich und Garath gibt es keinen Trägerverein mehr, weil die Leute sich nicht engagieren.“

Was ihn verleitet, seit 44 Jahren dem ehrenamtlichen Kreis anzugehören, benennt er so: „Wer hierher kommt, kann sich ausprobieren. Jeder kann hier etwas Neues schaffen. Wo gibt es das sonst noch?“

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