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Sechs Millionen Euro für neue Zimmer im Nikko

Sechs Millionen Euro für neue Zimmer im Nikko

Bis Frühjahr 2018 werden 230 Zimmer umgestaltet. Für 1,5 Millionen geht es auch an die Lobby.

Düsseldorf. 5,6 Millionen Übernachtungen verzeichnete die Region Düsseldorf und Kreis Mettmann im Jahr 2016. Damit hat diese Region die zweitstärkste Übernachtungsnachfrage im Rheinland. Das geht aus dem Tourismusbarometer Rheinland der hiesigen Industrie- und Handelskammern hervor. 80 Prozent dieser Übernachtungen — also etwa 4,5 Millionen — fallen demnach auf die Stadt Düsseldorf und ihre Hotels aus.

Foto: Judith Michaelis

Eines dieser Hotels strengt sich derzeit an, noch beliebter für seine Gäste zu werden. Im laufenden Betrieb renoviert und modernisiert das Hotel Nikko an der Immermannstraße derzeit 230 seiner Gästezimmer. Ein paar davon sind bereits fertig — ein Blick hinein war erlaubt.

Foto: Art-Invest Real Estate

Alles ist in hellen Grautönen gehalten. Ein schmaler Eingang, von dem eine Tür zum Badezimmer abgeht, führt in das Zimmer. Der Boden ist — anders als in den alten Zimmern — aus Laminat und nicht mehr Teppich. In einem der größeren Zimmer trennt eine stirnhohe Wand den Sitz- vom Schlafbereich. Farbgebung und Einrichtung sollen moderner wirken. „Die neuen Zimmer sind zeitlos gestaltet“, sagt die General Managerin des Hotels Sandra Epper mit ein wenig Stolz in der Stimme.

Früher waren die Zimmer mit Teppich ausgestattet und eher in helleren, rötlichen Tönen gehalten. Bambuselemente an den Wänden sollten den japanischen Einfluss des Hotels zeigen. Darauf verzichte man nun.

Dabei schlägt die Modernisierung der Zimmer nicht wirklich auf den Preis — sicher hänge der immer von der Nachfrage ab. „Das kann sich auch mal täglich ändern“, sagt Michael Bauer vom Mitbesitzer und Investor Event-Hotel. Sandra Epper weiß aber: Die Preise für die Zimmer fangen aber auch nach der Modernisierung bei 109 Euro pro Nacht an. Dieser Preis liegt laut Tourismusbarometer unter dem Durchschnitt. In Düsseldorf lag 2016 der Preis für eine Übernachtung bei 115 Euro. Damit übersteigt der Preis den Bundesdurchschnitt von 93 Euro und den NRW-Landesdurchschnitt von 94 Euro.

Insgesamt wurden für die Modernisierung der Zimmer sechs Millionen Euro investiert. Im Frühjahr 2018 soll alles fertig sein — pünktlich zum 40-jährigen Jubiläum des Hauses.

Alles — das bedeutet: Nicht nur die Zimmer werden modernisiert. Auch der Lobby soll es an den Kragen gehen. „Dass die Lobby nur auf das klassische Ankommen und Abreisen ausgelegt ist, ist nicht mehr zeitgemäß“, sagt Bauer. Die neue Lobby soll ein Ort sein, an dem die Gäste sich treffen, in Ruhe arbeiten oder auch essen und trinken können. „Living Lobby“ nennt sich das neue Konzept, das noch einmal mit 1,5 Millionen Euro zu Buche schlägt. „Der Bereich wird nach dem Umbau nicht wiederzuerkennen sein“, sagt Sandra Epper.

Nicht angetastet von den Baumaßnahmen bleibt diesmal der Spa-Bereich. Der sei nach wie vor auf dem aktuellen Stand. Auch die Technik und „das was der Gast eher nicht bemerkt“, wie Michael Bauer es formuliert, seien beim letzten Umbau im Jahr 2015 dran gewesen.

Die Preise für den Wellness-Bereich würden zudem für 2018 leicht reduziert, sagt Epper. Es sei nach wie vor Wunsch des Hotels, dort auch Tagesgäste zu empfangen.