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Kalkumer Schlossallee: Schwerverletzter in Düsseldorf gefunden: Ermittlungen wegen Tötungsdelikt

Kalkumer Schlossallee : Schwerverletzter in Düsseldorf gefunden: Ermittlungen wegen Tötungsdelikt

Düsseldorf. Update am 10. März, 18.59 Uhr: Nachdem ein 80-Jähriger mit schweren Verletzungen im Kalkumer Forst in Düsseldorf gefunden wurde, hat die Polizei die Fahndungsmaßnahmen nach dem möglichen Täter beendet.

Die Kriminalpolizei ermittele jetzt wegen des Verdachts auf ein versuchtes Tötungsdelikt. Der 80-Jährige befinde sich weiterhin im Krankenhaus.

Nur einen Tag nach dem Axt-Angriff am Hauptbahnhof hat es erneut einen Vorfall in Düsseldorf gegeben. Am Freitagmittag gegen 11.20 Uhr ist in der Nähe des Parkplatzes an der Kalkumer Schlossallee/ An der Reith ein schwerverletzter Mann gefunden worden. Der 80-jährige Senior „ hat Schlag- und Schnittverletzungen“, sagte ein Polizeisprecher. Einen Bericht der BILD, wonach der Mann durch eine Machete verletzt wurde, wollte die Polizei nicht bestätigen.

Der Mann wurde ins Krankenhaus transportiert. Lebensgefahr besteht wohl nicht. Die Polizei hofft, den Mann bald vernehmen zu können. Die Hintergründe des Angriffs seien noch "völlig unklar".

Da der oder die Täter offenbar flüchtig ist oder sind, durften die Schüler des Fliedner-Gymnasiums ihre Klassen nicht verlassen. Im Gymnasium sorgte der große Polizeieinsatz für Aufregung. Schüler meldeten sich per Handy bei ihren Eltern. Väter und Mütter hätten besorgt angerufen oder seien direkt zur Schule gekommen, sagte Schulleiter Michael Jacobs. Auch die Schüler der Friedrich-von-Spee Grundschule sollten in ihren Räumen bleiben.

Ein Großaufgebot der Polizei ist vor Ort und durchkämmt die Umgebung, unter anderem auch den Kalkumer Forst. An der Suche beteiligen sich Spezialeinsatzkräfte und Hubschrauber. Die Kalkumer Schloßallee zwischen Bennenbruch und B8 wurde im Zuge der Fahndung gesperrt.

„Wir reagieren natürlich nach dem Amoklauf besonders sensibel“, sagte ein Sprecher der Polizei. Ein konkreter Zusammenhang zu dem Axt-Angriff am Hauptbahnhof besteht derzeit aber nicht. red/dpa