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Schwarzes Wochenende für den DHC

Schwarzes Wochenende für den DHC

Die Hockeyspielerinnen verlieren zunächst in Berlin, dann wird ihr Spiel in Hamburg wegen eins Gewitters abgebrochen.

Die Hockeydamen des Düsseldorfer HC stolpern weiterhin in die neue Bundesligasaison hinein: Die Düsseldorferinnen kehrten nach einem langen Auswärtswochenende mit einer Fahrt nach Berlin und Hamburg ohne Punkte an den heimischen Seestern zurück. Ein Spiel verloren sie, eins wurde abgebrochen.

Die ausgebliebenen Punkte gegen den Berliner HC im Samstagsspiel hatten sich die Düsseldorferinnen selbst zuzuschreiben, als sie völlig unverdient in der Hauptstadt mit 0:1 (0:0) unterlagen. Am Sonntag hingegen wurden die Oberkasselerinnen vom Hamburger Wetter beziehungsweise von den beiden Unparteiischen ausgebremst. Denn nach nur einer gespielten Viertelstunde beim Club an der Alster brachen diese die Partie aufgrund eines herannahenden Gewitters ab, so dass sie an einem bislang noch nicht festgesetzten Termin nachgeholt werden muss.

In der Folge ärgerten sich sowohl der Hamburger Gastgeber als auch der DHC: „Das haben die Schiedsrichter entschieden”, sagte Alster-Trainer Jens George, der einräumte: „Es ist einfach sehr ärgerlich, auch kostenmäßig. Wir müssen jetzt einen neuen Termin finden und das wird schwer.” Die Kosten für eine neue Austragung trägt nämlich in diesem Fall nicht nur Düsseldorf, sondern zur Hälfte auch der Club an der Alster.

Auch DHC-Trainer Nicolai Sussenburger schloss sich Georges Meinung an: „Wir hätten natürlich gerne gespielt. Aber die Verantwortung, ob gespielt werden kann, liegt letzten Endes bei den Schiedsrichtern.” Während sich diese in ihre Schiedsrichterkabine zurückgezogen hatten, verharrten die Mannschaften nach der Spielunterbrechung auf den schnellen Wiederbeginn wartend auf dem Platz, wo skurrilerweise währenddessen die für die Partie engagierten Ballkinder ohne Protest ihrer Eltern spielten, da die Gefahr nicht allen Beteiligten so akut erschien. Doch nach 45 Minuten entschieden die Unparteiischen die Partie abzubrechen.

Für den DHC war das ausgebliebene Resultat umso ärgerlicher, denn die Düsseldorferinnen wollten nach ihrer schlechten Leistung vom Vortag endlich den Schalter umlegen. Gegen den Berliner HC war der DHC wie bereits am vorangegangenen Wochenende gegen den HTHC zwar die spielbestimmende Mannschaft, doch diesmal gelang es der Mannschaft von Nicolai Sussenburger nicht einmal, sich klare Torchancen zu erarbeiten.

In einer chaotischen Partie gegen tief stehende Berliner, die konsequent versuchten, das Düsseldorfer Spiel zu unterbrechen und selbst fast gänzlich auf einen Spielaufbau verzichteten, wurden die Düsseldorferinnen zunehmen ungeduldiger. Während der DHC alles nach vorne warf, konnten die Berliner einen ihrer wenigen Entlastungsangriffe nutzen, um sich ihre einzige Torchance zu erarbeiten, die sie dann auch gegen eine angeschlagene DHC-Torfrau Nathalie Kubalski mit beeindruckender Effektivität zu nutzen wussten und so die Partie mit 1:0 für sich entschieden. Red