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Schul-Ausstellung zu Nachhaltigkeit in Gerresheim

Ausstellung in Gerresheim : Schüler bekommen Tipps zur Nachhaltigkeit

Am Marie-Curie-Gymnasium in Gerresheim gibt es eine interaktive Schau für Schüler. Die Ausstellung soll konkrete Tipps zu nachhaltigem Verhalten geben.

Eine Schulklasse des Gerresheimer Marie-Curie-Gymnasiums folgt dem Vortrag der Umweltberaterin Ewa Westerman-Schutzki von der Verbraucherzentrale. Es geht um Nachhaltigkeit. Dass dieses Thema wichtig ist, scheint allen Schülern klar zu sein – doch wie man selbst handeln soll, sorgt für Diskussion und Nachfragen. Der Vortrag ist der Einstieg in die Nachhaltigkeitsausstellung „Einfach Machen“ und soll genau diese Fragen der Schüler beantworten.

Die Ausstellung der Verbraucherzentrale wurde jetzt in der Gerresheimer Schule offiziell eröffnet. Bis zum 25. September können Schulklassen diese besuchen. Initiiert hat die Idee die Bürgerinitiative „Gerresheim Nachhaltig“. Bürgermeisterin Klaudia Zepuntke, Schirmherrin der Veranstaltung, schätzt das Projekt. „Gerresheim Nachhaltig zeigt erneut, was jeder selbst beitragen kann. Dass die Ausstellung so stark im Stadtteil vernetzt ist, ist der Unterschied zu anderen Projekten.“ Gut vernetzt ist Gerresheim Nachhaltig in der Tat. Die Initiative gibt es seit gut einem Jahr. Ihr Ziel sei es, die Nachhaltigkeit in die über 100 Vereine im Stadtteil zu bringen, von denen einige Mitglieder bei der Eröffnung anwesend waren. „Solche Veranstaltungen sind der Kleber, um die Leute an diese Themen zu binden“, erzählt Marianne Gecke-Düll (71) von der Initiative.

Dass das Projekt an der Schule stattfindet, ist aus der Sicht von Schulleiterin Kerstin Abs kein Zufall. Nachhaltigkeit sei im Schulalltag verankert. Vor vier Jahren wurde an dem Gymnasium ein entsprechender Arbeitskreis gegründet, in dem Schüler und Lehrer Projekte verwirklichen. So entstand unter anderem schon ein Kochbuch zu umweltbewusstem Kochen – ein Thema, das auch in der Ausstellung angegangen wird. Alle interaktiven Stationen bieten den Schülern umsetzbare Tipps. Wie ernähre ich mich saisonal? Worin unterscheiden sich die verschiedenen Arten von Lampen? Was mache ich mit Elektroschrott?

Ewa Westermann-Schutzki kennt die Fragen der Schüler. Sie weiß, dass zwischen Wissen und Handeln oft ein weiter Weg liegt. Im Gespräch kommen die Schüler immer schnell auf die Digitalisierung, sagt die Umweltberaterin. Da stelle sich dann die Frage, wo die Rohstoffe für Handys eigentlich herkämen. „Ich habe einige Denkanstöße bekommen“, erzählt Jan Haars (15) „Wir wurden auf viele Fehler aufmerksam gemacht, vor allem bei Handys.“ Ähnlich geht es Luisa Preuß (15). Sie beschäftige das Thema Umweltschutz sehr. „Jetzt sind Leute hier, mit denen wir darüber reden können.“ Die Umsetzung der Themen an der Schule könnte für die beiden jedoch besser laufen. „Hier wurde viel über Plastikmüll und Recycling gesprochen, aber an unserer Schule gibt es keine richtige Mülltrennung“, sagt Luisa. Jan ergänzt: „Es gab zwar mal einen Mülldienst, der wurde nach kurzer Zeit aber wieder abgeschafft.“ Beide wünschen sich, dass solche Projekte länger halten würden.