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Schützen und Kirche feiern in Düsseldorf Wittlaer eine Herbstkirmes

Brauchtum in Düsseldorf : Schützen und Kirchen feiern Herbstfest

Ein Hochamt mit Prozession, viel Musik und Angebote für die ganze Familie sind bei der Kirmes und dem Pfarrfest auf dem Schützenplatz geplant.

(brab) Ihr Schützenfest an Fronleichnam hat die Bruderschaft Wittlaer frühzeitig abgesagt. Zu groß wäre der Aufwand gewesen, ein Fest unter Corona-Einschränkungen zu planen, das im Zweifel wieder abgesagt werden muss. Der Wunsch, dennoch irgendwie zu feiern, blieb aber bestehen und wurde mit den Änderungen der Corona-Schutzverordnung immer realistischer. Und so haben sich die Schützen entschlossen, am Wochenende des 9. und 10. Oktobers eine Herbstkirmes zu feiern – gemeinsam mit der katholischen Kirchengemeinde St. Remigius.

„Wir feiern unser Patronatsfest immer um den 1. Oktober und erhalten dabei traditionell Hilfe durch die Bruderschaft, die uns auch bei anderen Veranstaltungen unterstützt“, sagt Susanne Dinkelborg, Vorsitzende des Ortsausschusses von St. Remigius. „Wir greifen mit der Herbstkirmes eine alte Tradition auf. Meine Mutter hat mir erzählt, dass bis in die 1960er-Jahre schon immer gemeinsam ein Herbstfest gefeiert wurde, das mit einem Tanzabend bei Brands Jupp endete“, sagt Schützensprecher Kaspar Hilger.

Das Fest startet am Samstag mit der Kranzniederlegung am Ehrenmal und der Eröffnung der kleinen Kirmes auf dem Schützenplatz gegen 16 Uhr. Es folgen mehrere Platzkonzerte unter anderem mit dem Tambourcorps Wittlaer. Ab 20 Uhr spielt eine Band im Festzelt. Am Sonntag beginnt das Programm mit dem Festhochamt um 9.30 Uhr, das bei gutem Wetter auf der Pfarrheimwiese gefeiert wird. Von dort führt eine kleine Prozession zum Schützenplatz am Grenzweg, wo ein abwechslungsreiches Programm mit viel Musik und zahlreichen Angeboten der Gemeinde auf die Besucher wartet. Dazu gehören Spielstände für Kinder und Jugendliche, Kinderschminken und Ballonschießen, Essen und Trinken. Die Kirmes öffnet mittags. „Der Erlös von unserem Pfarrfest wird an Flutopfer im Ahrtal, zu denen über eine Familie in unserer Gemeinde eine persönliche Beziehung besteht, gespendet“, sagt Dinkelborg.

„Wir wollen verantwortungsvoll und sicher feiern“, sagt Hilger. Nach welchen Vorgaben sich dann die Besucher richten müssen, sei noch offen. „Es bleibt spannend.“