Europatag in Düsseldorf Grundschule feiert den Europatag

Düsseldorf · Passend zum Europatag beschäftigten sich Schüler der St.-Bruno-Schule mit Essen, Musik und Fahnenkunde. Am Rückert-Gymnasium zeichnete Bildungsministerin Dorothee Feller die Preisträger des Europäischen Wettbewerbs aus.

 Isabella und Finja (links) arbeiten mit Michael Friedrich Daub von der Europäischen Kommission zum Thema Europa.

Isabella und Finja (links) arbeiten mit Michael Friedrich Daub von der Europäischen Kommission zum Thema Europa.

Foto: Bretz, Andreas (abr)

In der St. Bruno Grundschule in Unterrath schauen die Kinder mit großen Augen die Schüsseln voller Delikatessen aus Griechenland, der Türkei, Ukraine und Spanien an. “Wir wollen essen!”, rufen die Kinder und lachen. Ihre Teller werden von Mitarbeitern des Offenen Ganztags mit Bulgursalat und griechischen Plätzchen gefüllt. Bevor die Grundschüler aber mit dem Essen anfangen, geht die Schulleiterin Janette Mladenov-Flohr noch einmal mit ihnen die verschiedenen Gerichte durch. “Das hier sind Empanadas”, erklärt Mladenov-Flohr beispielsweise. Danach wird kräftig zugeschlagen.

Die St. Bruno Grundschule feierte, wie viele andere Schulen und Institutionen, in dieser Woche den Europatag. Die rund 200 Schüler wurden dafür jeweils in zehn Projektgruppen eingeteilt, um viel über Europa und die dazugehörigen Länder zu lernen. In jedem Raum stand etwas anderes auf dem Programm: In einem Klassenzimmer drehte sich etwa alles um europäische Künstler, in einem anderen um Musik oder Sport und in einem weiteren Zimmer wurde gekocht und gebacken. “Die Kinder probieren unbekannte Zutaten aus und lernen, dass auch gesunde und fremde Sachen lecker schmecken“, erklärt die Rektorin.

In einem weiteren Raum lernen die Schüler mit dem Abgeordneten Michael Friedrich Daub von der Europäischen Kommission in Brüssel die Flaggen der Länder kennen. Danach bereiten sie einen Europaquiz vor, mit dem der Sitznachbar abgefragt wird. „Die Kinder sind noch jung, da geht es heute erstmals nicht so um das Politische“, erklärt Daub. Ihm ist es wichtig, dass die Kinder erst einmal den richtigen Umgang miteinander lernen.

Hoher Besucher fand sich am Friedrich-Rückert-Gymnasium in Rath anlässlich des Europatages ein. Bildungsministerin Dorothee Feller nahm dort an einer Preisverleihung zum Europäischen Wettbewerb teil, bei dem 67 Preisträger aus dem Regierungsbezirk geehrt wurden. Darunter war auch die Rückert-Fünftklässlerin Johanna, die das Märchen Schneewittchen unter den Gesichtspunkten Diversität und Vielfalt neu interpretiert hat.

Weitere Preisträger aus Düsseldorf kamen von der Franz-Vaahsen-Grundschule in Wittlaer, vom Görres-Gymnasium und dem St. Ursula Berufskolleg. Bei dem Wettbewerb sollten die Schüler erläutern, was Europa von ihnen lernen kann und wie Europa bunter, gerechter und glücklicher wird. Eingereicht wurden unter anderem Zeichnungen, Gemälde, Skulpturen oder Collagen, Kurzfilme, Podcasts und Texte wie Gedichte. Das Friedrich-Rückert-Gymnasium war für die Preisverleihung ausgesucht worden, weil es eine Europaschule ist. Dort finden unter anderem erweiterte Fremdsprachenangebote statt und es gibt feste Austauschprogramme.