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Schon wieder: Einbrecher räumen in der Altstadt ab

Schon wieder: Einbrecher räumen in der Altstadt ab

Diesmal war ein Top-Laden an der Kasernenstraße das Ziel. Es ist der vierte spektakuläre Einbruch in nur vier Monaten.

Düsseldorf. Scherben überall, die Kasse leer geräumt und viel teure Ware einfach zerschlagen. Das war der Anblick, der sich am Freitag Mitarbeitern eines Einrichtungshauses an der Kasernenstraße bot. Die Diebe hatten offenbar in der Nacht die gläserne Tür eingeschlagen. Eine Geschäftsleiterin steht sichtlich fassungslos im Trümmerfeld. Allein der Vandalismusschaden ist immens.

Vier Einbrüche innerhalb von vier Monaten in der Altstadt.

Das Top-Geschäft ist schon der vierte Tatort in der Altstadt innerhalb von nur vier Monaten — im Umkreis von gerade mal 200 Metern (siehe Grafik). Ende September machten Diebe beim Modeladen Jades Beute für 150 000 Euro: rund 500 Winterjacken der aktuellen Kollektion verschwanden aus dem Warenlager an der Heinrich-Heine-Allee. Jüngst waren das Lederwarengeschäft Lotusse (100 000 Euro) und der Kaufhof (25 000 Euro Schaden) Ziele von Einbrechern. Und das, wo doch die Polizei erst am Donnerstag mit 250 Beamten eine stadtweite Großaktion gegen Einbrecher durchgeführt hat.

Unter den Geschäftsleuten gilt die Lage am Rand der Altstadt im Hinblick auf die Sicherheit als schwierig. Nachts gebe es wenig Passanten, zumal an der U-Bahn-Baustelle genügend Baumaterial herumliege, mit dem sich sogar Sicherheitsscheiben einwerfen lassen. „Wir haben alle paar Monate einen Einbruch“, sagt Friseurin Ioanna Georgiadou (24). Dabei sei in dem kleinen Laden nichts, was sich verkaufen ließe. Gefährdet sind offenbar vor allem Geschäfte, deren Fassaden von der Straße aus schlecht einsehbar sind — sei es durch Nischen oder Gerüste.

Alarmanlagen sind Standard im Viertel, in den Modegeschäften gehören Überwachungskameras dazu: „Hier ist alles bei einem Sicherheitsdienst aufgeschaltet“, sagt eine Geschäftsfrau. Bei einem nächtlichen Ladeneinbruch sei man glücklicherweise nicht persönlich in Gefahr. Und ja: Für den Rest könne man sich versichern. Schließlich fügt sie aber doch hinzu: „Es ist schon ein komisches Gefühl, wenn wieder was passiert.“

Die Polizei prüft mögliche Zusammenhänge zwischen den Taten. Neue Ermittlungsergebnisse aus den vergangenen Monaten seien aber nicht zu melden, teilt ein Sprecher mit. Mit Fortsetzung sei wohl zu rechnen: „Derzeit ist Konjunktur für Eigentumsdelikte aller Art.“