Scheffler: Es gibt haarsträubende Fälle

Scheffler: Es gibt haarsträubende Fälle

Vorsitzender des Schulausschusses kritisiert die mangelnde Transparenz.

Düsseldorf. Wolfgang Scheffler (Grüne), der Vorsitzende des Schulausschusses ärgert sich schon länger über die "undurchsichtige Aufnahme" von Schülern an Gymnasien.

Scheffler: Bisweilen schon. Niemand weiß genau, wie die Schulleiter auswählen. Aber ich weiß, dass die Grundschulnoten ein wichtiges Kriterium - was laut Schulgesetz verboten ist.

Scheffler: Den Eindruck habe ich. Aber es gibt sie nun einmal, und ich finde, Lehrer sollten sich untereinander vertrauen.

Scheffler: Es muss Transparenz her. Die Direktoren müssen sich treffen und auf Kriterien einigen.Und die dann den Eltern klar mitteilen. Zum Beispiel haben fast alle Gymnasien ein Profil, danach könnte man durchaus auswählen.

Scheffler: Ja, leider hat die Politik hier keinen Einfluss. Es gibt haarsträubende Fälle. Einen Jungen haben die Eltern am Humboldt-Gymnasium angemeldet, er wurde abgelehnt und bei der Verteilungskonferenz der Direktoren ans Leibniz weiter gereicht. Doch da wurde er auch abgelehnt. Jetzt klagen die Eltern. Ein anderer hatte schon in der Grundschule Latein, er sollte deshalb aufs Humboldt oder Görres. Beide lehnten ihn ab, man bot der alleinerziehenden Mutter Benrath als Alternative, was für sie unzumutbar ist.

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