Düsseldorf: Saunalandschaft „Vabali Spa“: Montag ist Anschwitzen am Elbsee

Düsseldorf : Saunalandschaft „Vabali Spa“: Montag ist Anschwitzen am Elbsee

Die Saunalandschaft „Vabali Spa“ öffnet ihre Tore. Die WZ hat einen ersten Blick auf die 20.000 Quadratmeter riskiert.

Düsseldorf. Auf der großen Stoffleinwand hocken weiße Vögel in Dschungelbäumen, hinter ihnen reihen sich grüne Reisterrassen aneinander — ein paar Meter weiter fällt der Blick durch das große Panoramafenster auf strahlend blaues Wasser. Das ist keine Kunst, sondern die natürliche Kulisse des Elbsees. Zwischen ihm und den Reisterrassen reihen sich helle Stoffsessel um eine alte Holztruhe, auf den Korbliegestühlen sind schon helle Auflagen und dunkelbraune Decken verteilt. Es sieht aus, als könnte der Betrieb losgehen im „Vabali Spa“ in Unterbach.

Mehrere hundert Liegeplätze hat die große Saunalandschaft, 500 Gäste gleichzeitig sollen Platz haben.

Und das tut er auch in wenigen Tagen. Am Donnerstagabend wird mit illustren Gästen von OB Thomas Geisel bis Schauspieler Erdogan Atalay, Modedesigner Thomas Rath und Model Anna Hiltrop groß Eröffnung gefeiert. Am Montag läuft dann der Normalbetrieb an. Und Betreiber Stephan Theune hat fast schon Angst, dass es dann gleich knallt — immerhin Gutscheine für 10 000 Eintritte wurden schon jetzt vor der Eröffnung verkauft. „Auch deshalb machen wir an einem Montag auf“, erklärt er. Immerhin seien nicht nur die 20 000 Quadratmeter brandneu, sondern auch die 150 Mitarbeiter.

Die WZ hat schon einen ersten Blick in die Saunalandschaft geworfen, die nach dem frischen Holz der Bänke in der Außen-Aufgusssauna „Vabali Di Lua“ riecht und nach dem alten Holz, das Stephan Theune und sein Bruder Markus zuhauf aus Südostasien importiert haben. Vor fast drei Jahren im Urlaub fingen sie an, Kunstwerke, Lampen, Holzschnitzereien, Stühle, Tische und vor allem viele alte Türen zu ordern, reisten dann immer wieder nur zu diesem Zweck nach Bali. „Das hört sich immer schön an, war aber wirklich anstrengend“, sagt Stephan Theune. In einer großen Halle in Hilden wurden die Stücke gelagert, bis das Vabali Spa stand.

Und das war durchaus eine Zitterpartie. Im Dezember hatten die Theunes eröffnen wollen — doch dieser erste Termin für das 22-Millionen-Projekt nach zehnjähriger Planung war nicht zu halten. Zuletzt verzögerte noch einmal der Frost den Zeitplan bei den Teerarbeiten auf der Zufahrt. „Das war auf den letzten Drücker“, sagt Theune. „Noch eine Woche hätte es nicht frieren dürfen.“

Jetzt fehlt nur noch der Feinschliff. Und das Durchwischen. Die Karte mit Wok-Gemüse, Entrecôte und „Grashüpfer“-Smoothie aus Kiwi, Limette und Weizengras steht. Hinter einer Glaswand im Eingangsbereich wuchert bereits ein gigantischer Bambus, auf den Wasserbetten im Ruheraum liegen violette Decken, hinter Glasscheiben hängen Ketten aus kleinen Muscheln in den Waschräumen. Das Glas muss sein, weiß Stephan Theune aus seiner Erfahrung mit sechs weiteren Saunalandschaften, die er betreibt — ebenso wie die Chips, die jedem Kunstwerk implantiert wurden: „Die Gäste kommen mit großen Taschen, da muss man leider aufpassen.“

Mehr von Westdeutsche Zeitung