„Saturday Night Fever“ für die gute Sache

„Saturday Night Fever“ für die gute Sache

Kö-Club der Soroptimistinnen sammelt bei Party Geld für Projekt der Heine-Universität.

Düsseldorf. Saturday Night Fever, hautenge Hosen und Glitzerwesten, Locken-Perücken und Pailletten, riesige Sonnenbrillen inklusive. Und dazu die eingängigen Disco-Schnulzen aus den flotten 70ern.

Foto: Judith Michaelis

Heiter, ausgelassen und voll auf Retro tanzten etwa 160 Gäste in der Tiefparterre des „Stilwerk“-Hauses an der Grünstraße. Sonntagmorgen, 1 Uhr, zogen die Letzten ab, erklärt Barbara Mekus. Die Präsidentin des Kö-Clubs der Soroptimistinnen ist mehr als zufrieden.

Denn es war für den 2012 gegründeten Damen-Club die erste Motto-Party, mit der sie gleichzeitig Geld sammelten für das Nachwuchs-Projekt „Rock your life“. Etwa 1300 Euro fließen an das Projekt, in dem Studenten der Heine-Uni als Paten für Hauptschüler fungieren, mit ihnen lernen und sie betreuen.

„I’m every woman“ — der Disco-Hit der amerikanischen Popdiva Chaka Khan diente als Motto und dudelte durch das Stilwerk. Den kleinen Konzertsaal mieteten die Soroptimistinnen zusammen mit Roman Frieling, der hier auf 200 Quadratmetern regelmäßig Tanzkurse anbietet — für Schüler, aber auch für Brautpaare.

Frieling („Ich bin zarte 40“), Betreiber einer Tanzschule in Neuss, moderierte munter die Motto-Party, und so frönten die verkleideten Gäste der Nostalgie, übten sich in Standard- und lateinamerikanischen Tänzen. Bunte Hosen mit Blumenmotiven, orangefarbene Federboas, einige Herren in Smoking, Abendanzug und mit Strohhüten, Modell Kreissäge.

Die Gäste, die für Eintritt, Getränke und Buffet 49 Euro hinblätterten (inklusive zehn Euro Spende), hatten großes Vergnügen an den Discoliedern von damals. Wenn auch einige junge Leute sich unter die Partygesellschaft mischten, so dominierten doch Teilnehmer ab 40. Die Soroptimistinnen — das weltweite Frauen-Netzwerk mit 207 Clubs in Deutschland, davon allein fünf in Düsseldorf — sind nach dieser Erfahrung durchaus optimistisch.

Und wollen, so die Präsidentin und Werbe-Designerin Barbara Mekus, diese Motto-Party zu einer festen Institution machen und damit für ihre Charity-Programme werben. Kurz vor Karneval seien die Leute ohnehin auf Verkleiden eingestellt und liebten die schmissigen Songs, zu denen sie schon in ihrer Jugend in Diskotheken gerockt hätten.

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