Rund 10.000 Teilnehmer feiern kurdisches Neujahrsfest

Rund 10.000 Teilnehmer feiern kurdisches Neujahrsfest

Veranstalter erwartete rund 30.000 Kurden. Viele Düsseldorfer blieben aus Angst vor dem Verkehrskollaps zu Hause.

Düsseldorf. Rund 10.000 Kurden haben nach Polizeiangaben am Samstag in Düsseldorf weitgehend friedlich das Newroz-Fest gefeiert. Im Vorfeld ging der Veranstalter noch von fast dreimal so vielen Teilnehmern aus. Dafür ist das ganz große Verkehrschaos in der Innenstadt ausgeblieben.

Staus und Umleitungen begleiteten die Düsseldorfer dennoch den ganzen Vormittag über. Zwei Demonstrationszüge zogen vom Landtag und von der Cecilienallee aus in Richtung Oberkasseler Rheinwiesen. Für Straßenbahnen in Richtung Landtag war am Graf-Adolf-Platz Schluss, für den Autoverkehr wurden der Rheinufertunnel bis 12.15 Uhr, Oberkasseler und Rheinkniebrücke bis 12.50 Uhr gesperrt.

Die Auswirkungen waren dennoch deutlich spürbar. Wer etwa am frühen Vormittag auf dem Carlsplatz einkaufen wollte, freute sich über fehlende Warteschlangen an den Ständen. Viele Händler indes zeigten sich über den Demo-Termin weniger erfreut. Traditionell gehört der Samstag zu den besonders umsatzstarken Markttagen.

„Ich habe mich schon sehr gewundert, dass ich heute Morgen so wenige Kunden gesehen habe“, sagte Carlsplatz-Geschäftsführer Dieter Deimel. „Offenbar hatten die Leute Angst, nicht zum Markt durchzukommen.“ Dass die Demonstration auf den Samstag gelegt wurde, hält er dennoch für vertretbar. „Die Kurden müssen unter der Woche ja auch arbeiten, und schließlich haben sie ja auch nicht rund um den Markt herum demonstriert“, zeigte Deimel Verständnis.

Bei der Kundgebung auf den Oberkasseler Rheinwiesen ging es dann teilweise sehr lautstark zu. „Wir mussten mehrfach wegen Lärmbelästigung einschreiten“, sagte Polizeisprecherin Susanna Heusgen. Tatsächlich waren — sofern man des Kurdischen mächtig ist — die Redebeiträge auch am gegenüberliegenden Altstadtufer noch gut zu verstehen. Mehrere Demonstranten wurden aufgefordert, auf das Zeigen von verbotenen Symbolen zu verzichten.

Zu einem Zwischenfall kam es am Rande der Kundgebung. Einige Ruderer berichteten, sie seien von jugendlichen Demonstranten mit Steinen beworfen worden.